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Pressemitteilung BoxID: 418525 (Zimmer + Rohde GmbH)
  • Zimmer + Rohde GmbH
  • Zimmersmühlenweg 14-18
  • 61440 Oberursel
  • http://www.zimmer-rohde.com

Der Herr der Stoffe

Andreas Zimmer 60 Jahre & 30 Jahre bei Z+R

(lifePR) (Oberursel, ) Seinen Stoffen begegnet man in Renommierobjekten rund um die Welt: Luxuriöse Hotels und Yachten finden sich genauso auf der Referenzliste von Zimmer + Rohde wie Privatinterieurs auf hohem Niveau oder das Ambiente von VIPs wie Queen Elizabeth, Madonna, Elton John und Sting. Doch wer ist der Mann, der hinter den letzten 30 Jahren Erfolgsgeschichte des Textilverlages aus Oberursel steckt? Was treibt ihn an und inspiriert ihn? Eine Begegnung mit Andreas Zimmer an seinem 60. Geburtstag.
 
Sie sind vor 30 Jahren in das Unternehmen Ihrer Familie eingetreten und leiten es seit 26 Jahren. Wie würden Sie diese Zeit in der Unternehmens-Chronik charakterisieren?

A.Z.: Das sind drei Jahrzehnte, in denen große Veränderungen stattgefunden haben. Aus dem noch schwerpunktmäßig produzierenden Betrieb unter dem Namen „Taunus Textildruck“, ist ein reiner Textilverlag geworden. Damals gab es nur eine Marke (Zimmer + Rohde), für die wir weder eine Export- noch eine Kreations- oder Marketing Abteilung unterhielten. Heute zählen acht Marken zur Z+R-Gruppe, deren Kollektionen von zwölf fest angestellten Kreateuren in Studios weltweit entworfen werden. Der Export-Anteil von damals 30 Prozent, ausschließlich in Europa getätigt, beläuft sich inzwischen auf 80 Prozent des Umsatzes und geht in alle Welt. In den 20 für uns relevantesten Ländern werden unsere Produkte von eigenen Mitarbeitern vor Ort vertrieben.

Sie wollten eigentlich Architekt werden. Welches bekannte Gebäude rund um die Welt könnte von Ihnen entworfen worden sein?

A.Z.: Ja, eigentlich hatte ich mich der Architektur verschrieben, denn als Textilverleger wird man nicht geboren. Ich liebe die Architektur immer noch, würde mir aber nicht anmaßen ein Gebäude zu benennen und mich damit auf das Level eines namhaften Architekten zu heben.

Sie feiern Ihren sechzigsten Geburtstag, haben mit ADO gerade wieder eine neue Firmenbeteiligung erworben, initiieren erstmals einen großen textilen Contract Award. Was ist Ihr Motor?

A.Z.: Es ist schwer zu erfassen, welcher Motor einen immer wieder vorantreibt. Ich denke bei mir ist es die Begeisterung für die fast unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten, die das Unternehmertum bietet und dessen Selbstbestimmtheit. Darüber hinaus auch die Freude an unserer Branche, die viel mit kulturellen Werten, mit Geschmack, Niveau und Internationalität zu tun hat. Und es beflügelt mich, gemeinsam mit intelligenten und sympathischen Menschen eine Marke aufzubauen, etwas zu bewegen.

Ihre Kinder sind noch im Schulalter. Setzen Sie auf eine familiäre Nachfolge im Unternehmen?

A.Z.: Bei dieser Frage trifft man nach meiner Erfahrung auf zwei Unternehmer-Typen: Besonders unter den Gründern sind einige, die sich schwer damit tun das Staffelholz weiterzugeben. Die anderen dagegen tun es mit Freude. Ich leite unser Unternehmen in der vierten Generation und sehe mich daher als Glied einer Kette. Gern würde ich das Staffelholz auf gleicher Höhe oder sogar mit einem Vorsprung an die nächste Generation übergeben. Aber die Interessen und Begabungen unserer Kinder haben klaren Vorrang. Eine familiäre Nachfolge um jeden Preis – wie in der Vergangenheit häufig praktiziert – halte ich für keine Seite wünschenswert.

Sie sagen selbst, „als Textilverleger wird man nicht geboren“. Wer hat in Ihnen die Leidenschaft für Stoffe geweckt? Gab es einen Mentor?

A.Z.: Die Begeisterung für Textilien entwickelte sich während meiner Zeit bei „Die Einrichtung – Behringer und Koettgen“, wo ich vor meinem Betriebs-wirtschaftsstudium eine Lehre absolvierte. Die Leidenschaft fürs Unternehmertum hat sich dann in der Praxis herausgebildet, als ich merkte, dass ich es verstehe etwas zu bewegen. Als Mentor und Freund sehe ich meinen Vater, der mir mit seiner Ruhe und der Fähigkeit zuzuhören – etwa während langer Wanderungen und Bergtouren – großen Rückhalt und Zuversicht gegeben hat.

Einen Großteil des Jahres sind Sie auf Reisen rund um die Welt. Wo – außer in Oberursel – könnten Sie sich zu Hause fühlen?

A.Z.: Das ist völlig unabhängig vom Ort. Ich fühle mich zu Hause bei meiner Familie und bei meinen Freunden, wo auch immer sie leben.

Haben Sie ein Lieblingshotel?

A.Z.: Ich wohne sehr gern im LKF Hotel in Hongkong.

Unter welchem Motto steht für Sie das neue Lebensjahrzehnt?

A.Z.: Mit 60 ist man noch fit, verfügt dabei aber über viel Erfahrung und Übung. Dadurch begegnet man den meisten Aufgaben wesentlich gelassener als in jungen Jahren und kann das Leben so hoffentlich  noch mehr genießen.