Grundsteuer-Reform: ZIA warnt vor Verwaltungs-Explosion

(lifePR) ( Berlin, )
Am heutigen Mittwoch wird sich das Bundeskabinett dem Vernehmen nach mit der Bundesratsinitiative zur Reform der Grundsteuer befassen. Der Vorschlag umfasst eine aufwendige Neubewertung aller 35 Millionen Grundstücke in Deutschland, die für die Finanzverwaltung einen enormen Verwaltungsaufwand bedeuten würde. In einem Zeitraum von etwa zehn Jahren soll der sogenannte Kostenwert aller bebauten und unbebauten Grundstücke ermittelt werden. Anschließend sollen die Werte alle sechs Jahre aktualisiert werden. Die Grundsteuer würde damit alle sechs Jahre auch ohne Zutun der zuständigen Gemeindegremien steigen. „Die Belastung für die Verwaltung wäre enorm. Zudem sorgt der Entwurf für konstante Steuererhöhungen und entsprechende Mehrbelastungen für Mieter durch die Hintertür“, sagt Dr. Hans Volkert Volckens, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Steuern.

ZIA befürwortet Südländer Modell

„Dieser hohe Bewertungsaufwand könnte vermieden werden, wenn der Bundesrat dem ursprünglich von den Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen vorgelegten Entwurf folgen würde“, meint Volckens. Bei dem sogenannten „Südländer Modell“ werden ausschließlich die Grundstücks- und Gebäudegrößen als Berechnungsbasis für die Grundsteuer verwendet. „Dieses Modell ist nicht nur einfacher anzuwenden. Es ist auch noch weniger streitanfällig“, erklärt Volckens.
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