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Pressemitteilung BoxID: 531022 (ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim)
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Konjunkturerwartungen für China gehen weiter zurück

China Economic Panel (CEP) von ZEW und Fudan Universität (Shanghai)

(lifePR) (Mannheim, ) Die Konjunkturerwartungen für China haben sich im Januar 2015 weiter eingetrübt. Der CEP-Indikator, der die Erwartungen internationaler Finanzexperten bezüglich Chinas wirtschaftlicher Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten abbildet, verzeichnet im aktuellen Umfragezeitraum (12.01.2015 bis 26.01.2015) einen Rückgang um 14,2 auf minus 7,6 Punkte. Der Indikator liegt damit zum ersten Mal seit Umfragebeginn im Negativbereich und zugleich deutlich unter seinem langfristigen Mittelwert von 11,9 Punkten (s. Grafik). Bei einem negativen Wert des CEP-Indikators überwiegt innerhalb des Expertenpanels der Anteil der pessimistischen Einschätzungen bezüglich der künftigen Konjunkturentwicklung in China.

Im Einklang mit den gesunkenen Konjunkturerwartungen geht auch die durchschnittliche Wachstumsprognose der Experten für das chinesische Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2015 von 7,2 Prozent im Vormonat auf 7,1 Prozent zurück. Für das aktuelle Quartal erwarten die Experten im Mittel noch eine leicht höhere Wachstumsrate von 7,2 Prozent. Für 2016 gehen sie im Mittel von 7,0 Prozent aus.

Auch die aktuelle konjunkturelle Situation in China wird schlechter bewertet als noch einen Monat zuvor. Der entsprechende Saldo aus positiven und negativen Experteneinschätzungen sinkt um sechs Punkte auf aktuell minus 3,8 Punkte und liegt damit ebenfalls im negativen Bereich.

Die Einschätzungen der Analysten im Hinblick auf die Inflation in China haben sich im Vergleich zum Vormonat kaum verändert. Die für die kommenden drei bzw. zwölf Monate im Mittel erwartete Inflationsrate verharrt bei 1,6 bzw. 1,9 Prozent. Dies ist etwas weniger als die in 2014 verzeichnete Inflation von zwei Prozent.

Während die Aktienmarkterwartungen gegenüber dem Vormonat teilweise deutlich zugelegt haben, rechnen die Analysten im Laufe des Jahres mit rückläufigen Zinsen am chinesischen Interbankengeldmarkt. Den Referenzzins für Dreimonatsgeld SHIBOR sehen sie auf Sicht von drei Monaten im Mittel bei 4,7 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten bei 4,6 Prozent.

ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim

Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken (z. B. Mannheimer Innovationspanel, ZEW Gründungspanel) national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung und der Wissenstransfer. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Derzeit arbeiten am ZEW 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

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