Mittwoch, 13. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 677505

ZEW: M&A mit deutschen Unternehmen geraten ins Stocken

ZEW-ZEPHYR M&A-Index Deutschland

Mannheim, (lifePR) - Nach einem starken Start zum Jahresanfang 2017 sinkt die Zahl der Übernahmen und Fusionen mit deutscher Beteiligung. Diese Entwicklung zeigt sich deutlich im ZEW-ZEPHYR M&A-Index, der die Anzahl der monatlich getätigten Transaktionen bei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) in Deutschland widerspiegelt. War der Index im Januar 2017 mit einem Wert von 145 Punkten noch auf dem höchsten Stand seit Januar 2009, fiel er im Jahresverlauf auf 75 Punkte im Juli 2017. Der bislang anhaltende Aufwärtstrend bei M&A mit deutschen Unternehmen ist damit ins Stocken geraten (siehe Grafik am Ende der Pressemitteilung). Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, auf Basis der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk.

Auch der gleitende Zwölf-Monatsdurchschnitt des ZEWZEPHYR M&A-Index fiel auf 87 Punkte, der niedrigste Wert seit Oktober 2015. Zudem liegt das durchschnittliche Transaktionsvolumen im laufenden Jahr deutlich unter dem Durchschnitt vergangener Jahre. „Nach der starken Wachstumsphase in den vergangenen Jahren könnte die Abkühlung der M&A-Aktivitäten ein Frühindikator für eine Sättigungsphase der Konjunktur insgesamt sein“, sagt Niklas Dürr, Wissenschaftler in der ZEWForschungsgruppe „Wettbewerb und Regulierung“ und Projektleiter für den M&A-Report, der gemeinsam von ZEW und Bureau van Dijk erstellt wird. „Die Party ist sozusagen zu Ende.“ Nach den großen Kursgewinnen an den Börsen weltweit könnten potenzielle Übernahmeziele womöglich zu hoch bewertet sein. „Dies hätte zur Folge, dass potenzielle Investoren sich mit einer Kaufentscheidung zurückhalten“, so Dürr. Bis Anfang September 2017 war zudem nicht klar, wie die Entscheidung der Europäischen Zentralbank bezüglich der Staatsanleihekäufe ausfallen würde. Eine restriktivere Geldpolitik hätte zur Folge, dass Mittel aus den Aktienmärkten abgezogen würden, was mögliche Übernahmeziele günstiger machen würde. „Diese Erwartung hat die M&A-Aktivitäten mit deutscher Beteiligung zuletzt gedämpft“, erklärt Dürr.

ZEW-ZEPHYR M&A-Index Deutschland

Der ZEW-ZEPHYR M&A-Index Deutschland berechnet sich aus der Anzahl der in Deutschland monatlich abgeschlossenen M&A-Transaktionen. In diesem Index werden ausschließlich Fusionen und Übernahmen von und mit deutschen Unternehmen berücksichtigt. Eine Differenzierung nach dem Ursprungsland des Käufers oder Partners findet nicht statt. Das bedeutet, dass sowohl inländische als auch ausländische Käuferunternehmen berücksichtigt werden, während die Zielunternehmen in Deutschland tätig sind.

Der ZEW-ZEPHYR M&A-Index Deutschland wird vom ZEW und von Bureau van Dijk auf Basis der Zephyr-Datenbank erstellt. Zephyr liefert tagesaktuelle Detailinformationen zu 1,5 Millionen M&A, IPO und Private-Equity- Transaktionen sowie Gerüchten weltweit.

Über Bureau van Dijk:

Bureau van Dijk ist ein weltweit führender Anbieter elektronischer Unternehmensdaten und verfügt über hochwertige Unternehmens-, Finanz- und Beteiligungsdaten zu 250 Millionen Firmen weltweit. Spezialisten aus den Bereichen M&A, Finanzen, Verrechnungspreise, Marketing, Compliance, Einkauf und Kreditrisiko vertrauen seit Jahren auf Lösungen von Bureau van Dijk. Insbesondere die Darstellung detaillierter Beteiligungsverhältnisse inklusive Ermittlung des Wirtschaftlich Berechtigten ist eine Kernkompetenz. Mit über 800 Mitarbeitern, davon ein Drittel in den Bereichen Software Engineering, Produktentwicklung und Analyse, ist Bureau van Dijk weltweit in 33 Ländern für seine Kunden vor Ort. Über 10.000 Kunden nutzen unsere Datenbanken – über 90 Prozent aller regulierten Marktteilnehmer, Steuer- und Finanzbehörden, Universitäten ebenso wie Industrieunternehmen und Dienstleister. Bureau van Dijk ist ein Tochterunternehmen von Moody’s Analytics. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bvdinfo.com.

Zephyr ist die weltweit größte M&A-Datenbank mit über Kennzahlen und Informationen zu 1,6 Millionen Deals und Gerüchten. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.bvdinfo.com/de-de/ourproducts/ economic-and-m-a/m-a-data/zephyr

 

 

 

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken (z. B. Mannheimer Innovationspanel, ZEW Gründungspanel) national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung und der Wissenstransfer. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Derzeit arbeiten am ZEW 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

Forschungsfelder des ZEW:

Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung; Digitale Ökonomie; Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik; Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement; Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement; Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft; Internationale Verteilungsanalysen; Marktdesign; Wettbewerb und Regulierung.

www.zew.de / www.zew.eu

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Die Welt wird reicher – Deutsche sparen sich arm

, Finanzen & Versicherungen, Itzehoer Aktien Club GbR

Die Welt wird immer reicher. So das Ergebnis des „Globalen Wohlstands Reports“, der jährlich über die weltweite Vermögensentwicklung berichtet....

Berufsunfähigkeitsversicherung: Drei Tipps, wie Sie Beiträge sparen können

, Finanzen & Versicherungen, uniVersa Versicherungen

Eine Berufsunfähigkeitsve­rsicherung (BU) zählt zu den wichtigsten Versicherungen. Wie man den Beitragsaufwand dafür möglichst gering halten...

Top-Fonds November 2017: Structured Solutions - Next Generation Resources Fund (LU0470205575)

, Finanzen & Versicherungen, AVL Finanzvermittlung e.K.

Eigenständig recherchieren, das beste Finanzprodukt finden und dann zu günstigen Konditionen kaufen - so machen es die Kunden des Finanzvermittlers...

Disclaimer