Elatior-Begonien im Niedrigenergiegewächshaus Hannover - ein voller Erfolg!

Heizkosteneinsparung und Kulturzeitverkürzung ohne Qualitätseinbußen kombinierbar

(lifePR) ( Bonn, )
Elatior-Begonien zählen mit ihrem hohen Licht- und Wärmebedarf im Unterglasanbau insbesondere in den Wintermonaten zu den Energie zehrenden Zierpflanzenarten. Im Hinblick auf die stetig steigenden Energiepreise und investitionsintensiven Beleuchtungsanlagen stellen Heizkosteneinsparung und Kulturzeitverkürzung wichtige Aspekte bei der wirtschaftlichen Produktion von Pflanzen mit hohem Energiebedarf dar. Dass sich Heizkosteneinsparung und Kulturzeitverkürzung ohne Qualitätseinbußen erfolgreich kombinieren lassen, zeigt ein im Rahmen des Forschungsverbundprojekts ZINEG durchgeführter Versuch im Niedrigenergiegewächshaus in Hannover-Ahlem.

Von Mitte Dezember 2010 bis Ende Februar 2011 wurden in dem Niedrigenergiegewächshaus sechs verschiedene Elatior-Begonien-Sorten unter Einsatz von Zusatzlicht (17 bzw. 19 bis 04 Uhr) und einer CO2-Düngung (600 ppm) auf ihre Verkaufsqualität untersucht. Alle untersuchten Sorten waren nach nur acht Wochen in sehr guter Qualität vermarktungsfähig. Im Vergleich zur Produktion in einem konventionellen Gewächshaus konnte damit eine Kulturzeitverkürzung um circa drei Wochen erreicht werden. Zudem erwies sich die Wärmeisolierung des Niedrigenergiegewächshauses als so gut, dass während der neun- bzw. zwölfstündigen Belichtungsphase in der Nacht kein zusätzliches Heizen notwendig war.

Bei einer mittleren Außentemperatur von 1,1 °C wurden durch die Abwärme der Leuchten unter dem dreilagigen Schirmsystem aus Tages-, Energie- und Verdunklungsschirm in Abhängigkeit von der Belichtungsdauer durchschnittlich Temperaturen von 23,9 °C und 25,5 °C erreicht. Damit lagen die bis zum Morgen anhaltenden, hohen Temperaturen deutlich über die für die Belichtungsphase angestrebte Heiztemperatur von 19 °C und der Tagesmitteltemperatur von 20 °C. Folglich konnte die Tagtemperatur mit 18 - 19 °C entsprechend niedrig gehalten werden. Während der gesamten Versuchsdauer wurde das Niedrigenergiegewächshaus geschlossen betrieben. Probleme mit Pflanzenkrankheiten, wie z.B. Botrytis, traten trotz ausbleibenden Lüftens bei einer relativen Feuchte mit maximal 94 % und 70 % im Durchschnitt nicht auf.

Allgemein wiesen alle Elatior-Begonien mit einer Assimilationsbelichtung von zwölf Stunden deutlich größere Blätter und eine höhere Frisch- und Trockenmasse auf als die Pflanzen mit neun Stunden Zusatzlicht. Letzteres war bei den Sorten der Ilona-Gruppe ('Camilla', 'Carnevall' und 'Nadine') besonders ausgeprägt. Bedeutsame Unterschiede in der Pflanzenhöhe und im Durchmesser gab es zwischen den Varianten jedoch nicht. Die bekanntlich in der Blütenentwicklung langsameren Sorten der Barkos-Gruppe ('Berseba', 'Berseba Red' und 'Balladin') wiesen einen deutlich höheren Besatz mit Blüten und Knospen in der länger belichteten Variante auf und waren damit nicht nach acht, sondern bereits nach sieben Wochen im 13 cm Topf verkaufsfertig. Die Ist-Tagesmitteltemperatur betrug bei den Varianten mit neun und zwölf Stunden Zusatzlicht durchschnittlich 20,5 °C und 21,5 °C. Damit sind die zwischen den Belichtungsvarianten im Pflanzenaufbau und in der Blütenentwicklung beobachteten Unterschiede nicht nur auf die unterschiedliche Belichtungsdauer, sondern auch auf die Temperaturdifferenz von 1 °C zurückzuführen.

Mit den Ergebnissen dieses Versuchs wurden die Erwartungen an das Niedrigenergiegewächshaus mit seiner maximalen Isolierung in den strengen Wintermonaten voll und ganz erfüllt: Die Kombination aus energiesparender Technik und angepassten Temperaturstrategien brachten bei der Kultur von Elatior-Begonien im Vergleich zur konventionellen Produktion neben der Einsparung von Heizenergie in der Nacht eine Kulturzeitverkürzung um rund drei Wochen.
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