Sonntag, 22. April 2018


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Manager auf Zeit - Führungskräfte, Unternehmen und Provider diskutierten in der ZAV zum Thema Interim-Management

Bonn, (lifePR) - Was machen Unternehmen, wenn der Chef für längere Zeit ausfällt? Oder eine Führungskraft in den Ruhestand geht und sich nicht sofort ein geeigneter Nachfolger findet? Oder ein Projekt durchgeführt werden soll, das eine bestimmte Expertise erfordert? Für all diese Fälle gibt es sogenannte Interim-Manager – Führungskräfte, die für eine im Voraus festgelegte Zeit in einem Unternehmen tätig werden. Ob sie eher Retter in Krisensituationen sind oder von Unternehmen zielgerichtet als strategisches Personalinstrument eingesetzt werden können, darüber diskutierten Interim-Manager, Unternehmensvertreter und Provider (Vermittlungsagenturen für Interim-Manager) auf dem 3. Bonner Interim-Symposium am 22. November in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Bonn. Zu der Veranstaltung eingeladen hatte die ZAV-Managementvermittlung.

Einig waren sich die circa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin, dass die aktuellen technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen (Industrie 4.0, Internationalisierung und demografischer Wandel) mit einer tiefgreifenden Veränderung der Arbeitswelt einhergehen werden. „Flexibilisierung ist ein wichtiges Schlagwort, denn der digitale Wandel erfordert flexible Lösungen in Administration, Entwicklung, Produktion und Vertrieb sowie im Zeit- und Ressourcenmanagement“, sagte Dr. Pierre Braun, Leiter des Arbeitgeber-Service der ZAV-Managementvermittlung, in seiner Begrüßungsrede. „Beim Interim-Management geht es um einen flexiblen, zeitlich definierten Zugewinn von Kompetenzen, um bestimmte Führungsprojekte zielgerichtet zum Erfolg zu bringen. Der ZAV-Managementvermittlung war es daher ein großes Anliegen, sich dem Thema Interim-Management als moderne Führungsform zuzuwenden.“

Denn aktuelle Herausforderungen erfordern moderne Antworten. Auf die verschiedenen Aspekte dieser Herausforderungen ging Prof. Dr. Jutta Rump, Expertin für Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung, in ihrer Keynote ein. Sie warb dafür, die gegenwärtigen Entwicklungen, insbesondere Industrie 4.0, nicht nur aus technischer Sicht zu betrachten. „Technische und Prozessinnovationen bedürfen immer auch sozialer Innovationen“, sagte sie. Innerhalb einer sich flexibilisierenden Arbeitswelt und Unternehmensführung könne Interim-Management die Reaktionsgeschwindigkeit von Unternehmen steigern und sie auch kurzfristig mit bestimmtem Fachwissen ausstatten.

In einem weiteren Vortrag beschäftigte sich Dr. Jacques Reijniers, Geschäftsführer der Apollo Consultancy und wissenschaftlicher Leiter des Interim Executives Programme der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, mit dem Thema „Die internationalen Dimensionen des Interim Management“. Anschließend vertieften Provider, Unternehmen und Interim-Manager in aufeinanderfolgenden Paneldiskussionen die bisherigen Impulse und tauschten sich angeregt mit dem Publikum aus. Dieses zeigte sich hochzufrieden mit der Veranstaltung, die 2017 zum ersten Mal nach 12-jähriger Pause wieder stattgefunden hatte. „Jeder gute Manager weiß, wie wichtig die Pflege kollegialer Verbindungen ist, man schafft so Vertrauen und tauscht Erfahrungen aus“, sagt Dr. Anselm Görres, Geschäftsführer und Inhaber des Providers Zeitmanager München GmbH sowie Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises Interim Management Provider (AIMP). „Weit mehr noch als festangestellte Führungskräfte sind freiberufliche Interim-Professionals auf die Pflege ihrer Netzwerke und Communities angewiesen. Gerade deswegen braucht unsere Branche Branchenplattformen und Branchenforen, so wie heute.“

In diesem Zusammenhang habe die ZAV auch als Ort für die Branche historische Bedeutung, berichtet Dr. Anselm Görres. „2005 fand in genau diesem Raum ein ähnliches Symposion statt. Die ZAV konnte gar nicht ahnen, wie sehr sie unserer Branche damals half. Damals befanden sich die heute DACH-weit etablierten Branchenorganisationen Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) und AIMP gerade erst in ihrer Gründungsphase. Mir ist vor diesem Zeitpunkt kein einziges öffentliches Branchentreffen mit deutschlandweiter Ausstrahlung bekannt. Wir verdanken den damaligen Gastgebern also einen nicht unwichtigen Beitrag zum Aufbau einer Branchenöffentlichkeit der deutschen Interim-Welt.“

Diesen Ansatz möchte das Organisationsteam der ZAV-Managementvermittlung fortführen und verabschiedete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprechend bis zur Folgeveranstaltung im nächsten Jahr.

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