Konzeptentwicklung - UNBEKANNTE MODERNE 2019

Bauhausbauten in der Euroregion Spree-Neiße-Bober

(lifePR) ( Cottbus, )
Am 17.12.2014 haben sich polnische Vertreter der Wojewodschaft Lubuskie und regionale Akteure der Energieregion Lausitz im Dieselkraftwerk Cottbus für die Konzeptentwicklung "Unbekannte Moderne 2019" zusammen gefunden. Dies war die zweite Werkstatt. Bereits beim ersten Treffen in Gubin wurde eine große Resonanz an der grenzüberschreitenden Entwicklung eines derartigen kulturtouristischen Angebotes deutlich. "Wir wollen das Bauhausjahr zum 100jährigen Gründungsjahr in 2019 als Katalysator nutzen, um ein weiteres nachhaltiges Angebot für den Kulturtourismus zu etablieren, welches sich identitätsstiftend für die Gesamtregion auswirkt.", sagt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH. "Das bestehende Tourismusangebot für Kulturreisende in Berlin und den Bauhausmetropolen wie Dessau und Weimar möchten wir mit den versteckten Kulturhighlights der Moderne in der Energieregion Lausitz erweitern und es sowohl den regionalen und überregionalen Kulturbegeisterten und Architekturliebhabern, dem Fachpublikum als auch der Bevölkerung zugänglich machen.", führt Norman Müller weiter aus. Hierfür setzt die Energieregion Lausitz auf ein breites Partnernetz.

Querbezüge zum Thema Industriekultur bestehen bereits mit einigen regionalen Akteuren. Mit dem IBA-Studierhaus ist ein Partner eingebunden, der das Erbe der industriellen Vergangenheit mit der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land von 2000 bis 2010 über die Grenzen der Energieregion Lausitz hinaus getragen hat. Vorstandsvorsitzender Prof. Rolf Kuhn hat als ehemaliger Direktor des Bauhaus Dessau von 1987 bis 1998, gerade hinsichtlich der Etablierung touristischer Angebote seinen Erfahrungsschatz im Rahmen der Werkstatt und darüber hinaus zur Verfügung gestellt. Auch das Dieselkraftwerk Cottbus hat bereits genaue Vorstellungen, sich einzubringen. Direktorin Ulrike Kremeier sieht neben der architektonischen Komponente die thematische Reflexion über die Bildebene als wesentlich an. Das Kunstmuseum ist nicht nur ein altes Industriegebäude, welches einer erfolgreichen Nachnutzung überführt wurde, sondern ein noralgischer Knotenpunkt mit Zugang für ein zu entwickelndes Angebot.", ist sich Norman Müller sicher. In Symbiose von alter und neuer Architektur ist es heute Anlaufpunkt für Kunstbegeisterte, Architektur- und Technikliebhaber aus nah und fern. Die weiteren Teilnehmer des Werkstattgespräches signalisierten weitere Ansätze hinsichtlich einer Vermarktung und eine Vielzahl an Projektideen, die in ein Gesamtkonzept eingebunden werden.

Mit der positiven kulturtouristischen Nachfrageentwicklung im Land Brandenburg werden aber auch die vielschichtigen Entwicklungspotenziale stärker diskutiert. Die Produktentwicklung in den Regionen ist hier ein Schwerpunkt, um sich nachhaltig für eine zahlkräftige Klientel aufzustellen. Rund 42 Prozent aller inländischen Brandenburg-Besucher sind Kulturreisende (Bundesdurchschnitt 19 Prozent).

"Der deutsch-polnische Ansatz in Verzahnung mit den Themen Schlösser- und Parkverbund und dem Radtourismus könnte eine Alleinstellung der Region bilden und ein touristisches Schwerpunktthema der Energieregion Lausitz. Neben dem identitätsstiftenden Aspekt bei der regionalen Bevölkerung ist aber auch ein Kennenlernen der Wirtschaftsregion durch den historischen Blick der Touristen ein wesentlicher.", führt Norman Müller weiter aus.

Nach der ersten Werkstatt im November 2014 wurden strategische Überlegungen zu einem Umsetzungsprozess entwickelt und in der heutigen Werkstatt mit den Teilnehmern in den Schwerpunkten besprochen. Mit dem noch in diesem Jahr vorliegenden Konzept zur inhaltlichen und strukturellen Vorgehensweise wird die Basis für ein Umsetzungsprojekt "Unbekannte Moderne 2019" geschaffen. In der Finanzierung ist unter anderen ein Interreg-Antrag bei der Euroregion Spree-Neiße-Bober prädestiniert, was auch die Vertretern Frau Zwiers im Rahmen der Werkstatt bestätigte. Das Konzept wird konkrete Orte aufzeigen, wo sich der moderne Baustil der 20er und 30er Jahre wiederfindet, um diese anschließend in ein kultur-touristisches Netzwerk einzubinden. Alle Teilnehmer haben sich verabredet im Frühjahr 2015 eine konkrete Umsetzung folgen zu lassen.
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