Köpfchen und Körper sind die Lösung

Gesundheitsmanager Armin Schmidl spricht vor Wirtschaftsjunioren über Umgang mit Stress

(lifePR) ( Landshut, )
Der Gesundheitsmanager Armin Schmidl hat am Dienstag im Salzstadel vor Mitgliedern und Gästen der Wirtschaftsjunioren Landshut über den intelligenten Umgang mit Stress gesprochen. Dabei ging der Experte, der unter anderem das Gesundheitsangebot des Bayerischen Sparkassenverbandes entwickelt hat, für das die Organisation die renommierteste Auszeichnung für betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland (Corporate Health Award) bekommen hat, auf biologische und psychologische Faktoren bei der Entstehung und Bewältigung von Stress ein. Wichtigste Botschaft des Sportwissenschaftlers: Wer Stress hat, muss sich bewegen. Außerdem ging es um gesundes Führen von Mitarbeitern – denn gerade hier kommt es auf das Erkennen von Stresssymptomen an.

Stress gehört laut Schmidl zu den drei häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Ausfälle im Beruf. Stress bedeute aber für jeden Menschen etwas anderes: „Stress ist die Reaktion auf ein Problem, nicht das Problem selbst.“ Zur Lösung brauche es Köpfchen und Bewegung. Denn unter Stress passierten viele ungesunde Dinge im Körper, die es besser zu vermeiden gelte.

Stress erhöht den Blutdruck. Stress erhöht den Blutzuckerspiegel, was die Bauchspeicheldrüse, die wegen schlechter Ernährung sowieso kaum mit der Insulinproduktion hinterherkommt, zusätzlich belastet und zu Diabetes führen kann. Bei Stress schüttet der Körper Blutfette aus, die für Energiereserven sorgen sollen, sich aber meistens nur ungenutzt in den Blutgefäßen ablagern. Und zu guter Letzt macht Stress das Blut auch noch zähflüssiger, was den Blutdruck nur weiter in die Höhe treibt. „All das kann man nicht nur durch Entspannungsübungen ausgleichen“, erklärte Schmidl. „Das kompensiert der Körper nur durch Bewegung. Darum ist Sport am Feierabend oder am Wochenende sehr wichtig.“

Bewegung kompensiert Stressfolgen

Wichtig ist auch, was der Kopf in Stresssituationen macht. Dafür muss man die vier zentralen Stresstreiber kennen. Diese sind das Gefühl von Hilflosigkeit, der Eindruck von Hoffnungslosigkeit, der Ärger durch permanente Enttäuschung und das Unbehagen wegen Handlungen, die den eigenen Werten widersprechen. „Jetzt kommt der Kopf ins Spiel“, sagte Schmidl. „Wir müssen uns bei Stress die Frage stellen: Bin ich wirklich hilflos in dieser Situation? In 95 Prozent der Fälle sind wir das nämlich nicht, sondern nur zu träge, etwas zu ändern.“ Genauso verhalte es sich mit der Frage nach der Hoffnungslosigkeit. Gegen permanente Enttäuschung helfe – zumindest kurzfristig – auch das Eigenlob. Und die eigenen Werte sollte sich jeder tunlichst bewusst machen. Denn wer täglich tut, was er oder sie nicht will, wird krank.

Plädoyer für mehr Gelassenheit

Eine weitere wichtige Frage für die Bewältigung von Stress, die sich jeder Mann und jede Frau stellen sollte, verdeutlichte Schmidl am Beispiel Stau: „Was kann ich – hier und jetzt – mit meinen zur Verfügung stehenden Ressourcen tun, um die Situation zu verbessern? Lautet die Antwort ‚Nichts‘, dann bringt uns auch die größte Aufregung nicht weiter.“ Der Experte betonte: „Ich plädiere nicht für Gleichgültigkeit, sondern rate zu mehr Gelassenheit.“

Diese Prinzipien spielten auch für gesundes Führen im Job eine große Rolle. Denn Führungskräfte müssten die richtige Balance finden zwischen Leistungsdruck aufbauen und Entspannung ermöglichen. Dafür sollten Vorgesetzte Stresszeichen bei Mitarbeitern erkennen: Konzentrationsstörungen, unbegründete Emotionen, muskuläre Anzeichen wie Augenzucken oder vegetative Symptome wie Übelkeit und Erbrechen. „Um das zu vermeiden, sind regelmäßige Pausen in der Arbeit wichtig“, sagte Schmidl. „Wer keine Pausen macht, schmälert seine Leistungsfähigkeit um 40 Prozent.“ Auch auf seinen Urlaub sollte niemand verzichten – und in den Ferien sollte jeder das tun, was ihm oder ihr Spaß macht. Schließlich gilt für alle der Grundsatz: Nur wenn es Dir gut geht, kannst Du der Welt Dein Bestes geben.
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