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Pressemitteilung BoxID: 418545 (Wirtschaftsförderung Dortmund)
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e.day 2013: Hochrangige Experten stellen die Energiewende auf den Prüfstand

"Strahlkraft eines Leuchtturmprojekts oder nur ein Laternenlicht?"

(lifePR) (Dortmund, ) Für Stefan Schreiber lautet die Kernfrage: "Schaffen wir es, die Ziele der Energiewende zu erreichen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu gefährden?" Der IHK-Federführer für Energie und Klimaschutz in NRW und Geschäftsführer der IHK zu Dortmund gehört zu den zahlreichen namhaften Ansprechpartnern beim zehnten e.day 2013 in Dortmund.

Am Donnerstag (20. Juni) versammeln sich unter dem Motto "Energiewende 3.0 - Leuchtturm oder Laterne?" die Entscheider aus Energiewirtschaft, Kommunen und Industrie ab 8.45 Uhr im Kongresszentrum Westfalenhallen. Zu den hochrangigen Rednern gehören Prof. Dr. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit (IASS), und NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

"Wieviel Regulierung braucht die Energiewende?" fragt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, bevor Dr. Nobert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH Dortmund, die Energieeffizienz kritisch als "Balanceakt" beleuchtet.

Zwei Foren und Diskussionsrunden vertiefen u.a. den Aspekt der Verteilnetze sowie "Die Preisfrage", denn die Kosten für die Energiewende drohen aus dem Ruder zu laufen. "Für viele Unternehmen des produzierenden Gewerbes werden sie mehr und mehr zur Standort- und Existenzfrage", sagt Schreiber und hat dabei die internationale Perspektive im Blick: Die Energiewende sei nach wie vor ein deutscher Sonderweg, der im Ausland mit Argusaugen verfolgt werde. "Nur wenn wir ihre Ziele ohne Gefährdung unserer Betriebe erreichen, wird die Energiewende international Nachahmer finden."

Der e.day 2013 will die Auswirkungen auf Unternehmen, aber auch auf die Bürger unter die Lupe nehmen. "Wir müssen und können klar machen: Klimaschutz made in NRW ist pure ökonomische Vernunft", erklärt Umweltminister Remmel.

"Die Energiewende ist unausweichlich. Sie ist eine der größten Herausforderungen, aber auch eine der größten Chancen für die nächsten Jahre. Diese Chance nutzen wir", sagt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. "Dortmund ist dabei so weit wie kein anderer Standort", betont Wirtschaftsförderer Udo Mager. Bei E-Mobilität und Energieeffizienz sei der Standort bundesweit führend, die Zahl der Arbeitsplätze im Zusammenhang mit Energiewirtschaft auf rund 30.000 gestiegen.

"Die Energiewende sollte mit der Strahlkraft eines Leuchtturmprojekts national und international ein Signal setzen. Heute sehen wir die Gefahr, dass es letztlich gerade einmal reichen wird, um ein Laternenlicht zu zünden", sagt Frank Jürgen Solberg vom Dortmunder Beratungshaus evu.it GmbH, das als Veranstalter auftritt. Co-Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund und die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. Interessenten können sich auch am Veranstaltungstag vor Ort anmelden, weitere Info unter www.eday2013.de.