Shalegas stärkt Erdgas langfristig 

Neue Chancen für die Erdgasbranche / IEA: Erdgasbedarf wird bis 2035 weltweit um 50% steigen

(lifePR) ( Oslo, )
Die Energiewelt steht Kopf. Der Grund: Schiefergas. Seit die USA umfassend unkonventionelles Erdgas fördern, verschieben sich die globalen energiewirtschaftlichen Gewichte deutlich. Die Vereinigten Staaten sind mittlerweile weltweit der größte Erdgasproduzent - mit erheblichen Konsequenzen auch für die europäischen Energiemärkte. Denn die durch die erfolgreiche Schiefergasproduktion bedingten günstigen Erdgaspreise setzen die europäischen Wettbewerber unter Druck. Über Chancen, Risiken und Möglichkeiten von Schiefergas in Europa diskutierten auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Oslo führende Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf der internationalen Energiekonferenz "The European Formula".

Zuwachs beim Erdgas bis 2035 am größten

Keisuke Sadamori von der Internationalen Energie Agentur (IEA) verwies bei der Vorstellung des neuen World Energy Outlooks der IEA in Oslo auf die weiterhin große Bedeutung fossiler Brennstoffe bei einer steigenden globalen Energienachfrage. Gas spiele dabei ein zentrale Rolle: "Der absolute Zuwachs ist unter allen fossilen Brennstoffen bei Erdgas am größten. Die weltweite Erdgas-Nachfrage wird in der Zeitspanne bis 2035 um die Hälfte steigen", prognostizierte Sadamori. Dadurch erreiche Erdgas im Jahr 2035 einen Anteil von 25% am globalen Gesamtenergiemix. Während der Gasbedarf in Europa eher moderat (+13% von 2011 bis 2035) steige, werde der erwartete höhere Gasbedarf insbesondere durch die stark steigende Nachfrage in China, Indien und der Region Middle East (+60%) getrieben. Unkonventionelles Erdgas wie Shale Gas, so prognostiziert die Internationale Energie Agentur, wird 2035 weltweit einen Anteil von rund einem Drittel am geförderten Erdgas ausmachen.

Schiefergasdebatte stärkt Rolle von Erdgas insgesamt

Die marktstimulierende Wirkung des Schiefergasbooms in den USA betonte in diesem Zusammenhang Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender von Wintershall. Die 100%ige BASFTochter ist Deutschlands größter und traditionsreichster Öl- und Gasproduzent und international aktiv. Das Beispiel USA, die als einzige führende Industrienation deutliche Reduktionen bei den Treibhausgasemissionen verzeichnen können, zeige, wie Ökologie und Ökonomie klug zusammengingen. Erdgas sei zudem Rückgrat der derzeitigen US-Reindustrialisierung. "Der Shale Gas Boom hat dazu geführt, die Aufmerksamkeit auf das Produkt Erdgas zu richten. Davon profitieren alle Produzenten, ob konventionell oder unkonventionell", sagte Seele. Auch, wenn Shale Gas allein schon wegen geringerer Vorkommen keine vergleichbar bedeutende Produktion wie in den USA möglich mache, müsse Europa die Chance nutzen, anhand ausgewählter Projekte zu zeigen, dass "Shale Gas made in Europe möglich ist".

Erdgas müsse wieder stärker auf die politische Agenda europäischer Entscheidungsträger gerückt werden um die Vorteile des Rohstoffes zu nutzen: Erdgas ist sicher, zuverlässig und umweltschonend durch geringe CO2-Emissionen.

Norwegen bleibt zentraler Partner bei der Erdgasversorgung

In diesem Zusammenhang hob Helge Lund, Vorstandsvorsitzender des norwegischen Energiekonzerns Statoil, die besondere Bedeutung Norwegens als zweitgrößtem Gasversorger Europas auf der Konferenz hervor. "Norwegen verfügt über ausreichend Erdgas und eine gut ausgebaute Infrastruktur, um Europas und Deutschlands Energieversorgung langfristig sicherzustellen", so Lund.
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