Freitag, 17. August 2018


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Gekonnter Start in Norwegen: Wintershall fördert Öl jetzt direkt am Meeresboden

Kassel/Stavanger, (lifePR) -  

 

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• Subsea-Completion statt aufwendiger Plattform
• Produktionsstart ein Jahr früher als geplant
• Kosten um mehr als 20 % gesenkt
• Förderung in Norwegen auf mehr als 100.000 Barrel Öläquivalent pro Tag gesteigert

Nicht pünktlich, sondern ein Jahr früher als geplant hat Wintershall jetzt die Ölförderung aus dem Feld Maria in Norwegen gestartet. Mit einer sogenannten Subsea-Completion, einer Produktionsanlage direkt auf dem Meeresgrund. Mit der innovativen Technik und gutem Projektmanagement hat das Unternehmen dabei vor allem zwei Dinge gespart: Zeit und Geld. Es ist das erste Projekt, das der deutsche Öl- und Gasproduzent Wintershall in Norwegen über die gesamte Entwicklungsstrecke geführt hat – von der Erkundung des Feldes bis zum Förderstart. Die Produktion beginnt ein Jahr früher als ursprünglich geplant und die Kosten liegen mit rund 1,2 Milliarden Euro mehr als ein Fünftel niedriger als erwartet.

„Weit vor der Ziel-Zeit fertig und zusätzlich viel Geld gespart! Es geschieht derzeit viel zu selten, dass der Vorstand eines Öl- und Gasunternehmens so gute Nachrichten verkünden kann", freut sich Martin Bachmann, im Wintershall-Vorstand verantwortlich für Exploration und Produktion in Europa und Middle East. Seit der

Eröffnung des Standorts in Stavanger im Jahr 2009 ist Wintershall in Norwegen auf Wachstumskurs und hat die tägliche Produktion von anfänglich 3.000 auf jetzt schon rund 100.000 BOE (Barrel Öläquivalent) pro Tag vervielfacht.

Synergien clever nutzen

Grund für den Erfolg im Maria-Projekt ist eine ungewöhnliche Idee, die das BASF-Tochterunternehmen hier umgesetzt hat. Statt für viel Geld eine neue Plattform in der norwegischen See zu bauen, hat Wintershall das Maria-Feld mit bereits bestehender Infrastruktur verknüpft: unter der Meeresoberfläche, in einer Wassertiefe von etwa 300 Metern, mit höchsten Sicherheits- und Umweltstandards. „Wir haben unsere Anlagen für Maria durch ein 94 Kilometer langes Netzwerk aus Leitungen mit drei nahe gelegenen Plattformen verbunden, die unser Kooperationspartner Statoil betreibt: Kristin, Heidrun und Åsgard B", erklärt Hugo Dijkgraaf, Managing Director von Wintershall Norge, dem norwegischen Tochterunternehmen von Wintershall. „Wir haben unter Wasser sozusagen eine Art Spinnennetz aus Pipelines geschaffen und damit schon vorhandene Infrastruktur klug eingebunden und unsere Kosten im Vergleich zu einem Plattformneubau halbiert!" Die Verbindung von Maria mit den benachbarten Feldern trägt außerdem dazu bei, deren wirtschaftliche Lebensdauer zu verlängern. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für Wintershall und seine Partnerunternehmen, sondern auch für die Öl- und Gasbranche und die gesamte norwegische Gesellschaft.

Maria als Wegweiser

Das Maria-Feld liegt in der südlichen Norwegischen See, ungefähr 200 Kilometer entfernt von Kristiansund, und verspricht förderbare Ressourcen von 180 Millionen BOE. Das ist genug, um z.B. Deutschland 2,5 Monate mit Energie zu versorgen. Wintershall ist Betriebsführer und hält die Hälfte der Anteile. Die weiteren Anteile gehören den Projektpartnern Petoro (30 %) und Spirit Energy (20 %). „Mit unserem innovativen Entwicklungskonzept für Maria haben wir ein technisch überaus komplexes Projekt äußerst kosten- und zeiteffizient umgesetzt", erklärt Wintershall-Vorstand Bachmann. „Die Erfahrungen, die wir hier gesammelt haben, sind wegweisend auch für andere unserer Projekte. In Norwegen und weltweit."

Mit Maria hat Wintershall, so ist das Unternehmen mit Sitz in Kassel überzeugt, nicht nur für sich selbst einen Meilenstein, sondern auch ein wichtiges Zeichen für die Öl- und Gasförderung in der Nordsee gesetzt. Denn die ist weiterhin eine der wichtigsten Förderregionen Europas. Die Nordsee und ihre Anrainer liefern rund die Hälfte des Erdgases, das die EU-Staaten verbrauchen. „Aber Nord- und Westeuropa sind vergleichsweise teure Produktionsregionen", sagt Bachmann. „Daher müssen wir es schaffen, unsere Mittel hier so smart und effizient einzusetzen, dass sich die Förderung weiter lohnt und Europas Energie sicher zur Verfügung steht." Das Projekt Maria zeige beispielhaft, wie das klappen und wie die Branche auch in einem schwierigen Umfeld punkten kann. „Kosten runter, Performance rauf: Genau das kann ein smartes Projektmanagement leisten", so Bachmann.

Wir zeigen Verbindlichkeit

Wintershall engagiert sich seit über zehn Jahren in Norwegen. „Als wir hier angekommen sind, haben wir unseren norwegischen Partnern versprochen: ‚Wir wollen einer der bedeutendsten Öl- und Gasproduzenten auf dem norwegischen Kontinentalschelf werden", erklärt Hugo Dijkgraaf. „Wir haben konsequent investiert, und tun dies auch in einem schwierigen Marktumfeld weiter. Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur reden, sondern liefern und Erstaunliches leisten." Ein Projekt wie Maria stärkt – wie auch die weiteren Projekte von Wintershall in Norwegen, etwa die Leitung Polarled und das Feld Aasta Hansteen – die wichtige Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Norwegen. So betont Dijkgraaf, dass Norwegen, neben Russland, der wichtigste Energiepartner für Deutschland und die EU ist. „Jeder dritte Kubikmeter Gas, den die Deutschen verbrauchen, stammt aus Norwegen. Diesen Partner eng an uns zu binden, sichert Energie für Deutschland und sorgt für Stabilität. Und diese Stabilität ist wichtig – gerade in so unruhigen und unsicheren Zeiten."

Tief verwurzelt in Norwegen

Etwa 50 Explorations- und Produktionslizenzen besitzt das deutsche Traditionsunternehmen in Norwegen und beschäftigt dort ein Team von 500 Mitarbeitern. Damit ist Deutschlands größter international tätiger Erdöl- und Erdgasproduzent eines der führenden Unternehmen auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Ein wichtiger Baustein hierfür: die umfassende Partnerschaft mit Statoil, dem staatlichen Öl- und Gaskonzern Norwegens. Über zwei Milliarden Euro investiert Wintershall allein in diesem und den kommenden drei Jahren in dem nördlichen Partnerland für die Suche und Förderung von Öl und Gas. Für das Projekt Maria hat Wintershall bisher rund 12 Milliarden Norwegische Kronen aufgewendet, etwa 1,2 Milliarden Euro. Damit ist Maria das größte eigenoperierte Offshore-Investment, das Wintershall bisher getätigt hat.

Wintershall Holding GmbH

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 85 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter aus 50 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent.

Wintershall. Wir fördern Zukunft.

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