Dienstag, 25. Juli 2017


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Die letzten Dinge in guten Zeiten regeln

Kongressmesse Leben und Tod in der Messe Bremen

Bremen, (lifePR) - "Leben und Tod" heißt die ungewöhnliche Veranstaltung, die vom 10. bis 11. Mai bereits zum dritten Mal in der Messe Bremen stattfindet. 111 Aussteller haben sich angemeldet. Rund 3.100 Besucher zählten die Veranstalter im vergangenen Jahr. "Es geht darum, in guten Zeiten die endgültigen Dinge für sich und seine Angehörigen zu regeln", sagt Andrea Rohde, Bereichsleiterin Fachmessen bei der Messe Bremen. "Wir werden immer wieder gefragt, warum wir die Veranstaltung im sonnigen Mai machen und nicht zur Jahreszeit passend im November. Die Szene sagt: Die Menschen gehen, wenn die Blätter kommen und wenn die Blätter fallen - dieses Thema macht vor keiner Jahreszeit halt."

Es gibt ein umfangreiches Vortragsprogramm, aber auch viele Aussteller, die für Gespräche zur Verfügung stehen. Die "Leben und Tod" deckt viele Facetten des Themas ab. "Wo findet man Hilfe zum Thema Sterbebegleitung, wo gibt es Hospize oder Palliativstationen? Vor Ort sind ambulante Dienste, das Hospiz Brücke oder auch das Kinderhospiz Jona und das Kinderhospiz Löwenherz, das bis zu acht unheilbar kranke Kinder aufnehmen kann. Aussteller präsentieren Produkte zum Thema Bestattungen: von der Erd- über die Feuer- bis hin zur Seebestattung", erläutert Rohde die Messe. Trauerredner stellen sich vor und Bestatter sind vor Ort. Auch für die trauernden Hinterblieben gibt es Rat und Hilfe: Angehörigengruppen möchten ins Gespräch kommen, es gibt Trauerbegleiter und viele Antworten auf Fragen wie: Wer trauert wie? Kinder zum Beispiel gehen mit dem Tod anders um als Männer oder Frauen. Für viele gibt es ein Angebot auf der Messe. Bildhauer, Fotografen, Kunsthandwerker und viele andere sind vor Ort, die ganz individuelle Erinnerungsstücke herstellen. Eine andere Art der Trauerbewältigung sind beispielsweise Trauerreisen. "Hier geht man mit anderen Trauernden auf Tour und darf seinen Gefühlen ruhig freien Lauf lassen", sagt Rohde.

Auch Rechtsfragen können geklärt werden. Beispielsweise gibt es eine Sprechstunde für Privatbesucher: Immer wieder gibt es Fragen zum Thema Patientenverfügung. Was muss drinstehen und wie muss die Verfügung aussehen? Erste Antworten geben erfahrene Mitarbeiter des Hospiz- und Palliativ-Verbandes Bremen.

Was der Suizid des Nationaltorwarts Robert Enke im Profisport und speziell in der Profifußballszene ausgelöst hat, darum dreht sich eine Podiumsdiskussion am Donnerstagabend mit so interessanten Gästen wie Martin Kind, Präsident des Vereins Hannover 96, für den Enke zuletzt spielte. Der Tod Enkes war für viele Menschen ein Schock, wobei jeder anders trauert - und es gibt auch geschlechts- und alterspezifische Unterschiede. Ihnen geht die "Leben und Tod" ebenfalls in mehreren Vorträgen nach.

Kinder und Jugendliche müssen sich nicht nur mit Trauer um andere auseinandersetzen, in Deutschland leben zudem ca. 22.600 noch sehr junge Menschen, die lebensverkürzend erkrankt sind. Jährlich sterben 1.500 von ihnen an den Folgen ihrer Erkrankungen. Hinter den nackten Zahlen verbirgt sich die Frage, wie die Kinder und Jugendlichen im Wissen um ihren frühen Tod ein von körperlichen und geistigen Rückschritten geprägtes Leben selbstbestimmt und im Sinne ihrer Wünsche gestalten können - auch das Thema eines Expertenvortrags.

Die Kongressmesse ist aber auch dem Leben zugewandt: Eine besondere Kooperation bietet sie unter dem Motto "Werden Sie Lebensretter!": Bremerinnen und Bremer sind aufgerufen, sich in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen zu lassen. Die Typisierung wird durch eine Speichelprobe vorgenommen.

Die Messehallen sind geöffnet von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 8 Euro. Mehr Infos auch unter www.leben-und-tod.de

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