Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Schwertwal tötet Tiertrainer im Loro Park auf Teneriffa

Walschützer stellen Strafanzeige

Teneriffa, (lifePR) - Der Orca-Dompteur Alexis Martinez (29) ist während einer Trainingseinheit mit Schwertwalen im "Loro-Parque", dem größten Tierpark der Kanaren, ums Leben gekommen. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest.

Es wird von einem Angriff der Orcas berichtet, der dem Tiertrainer zum Verhängnis wurde. Vermutlich wurde Alexis Martinez von einem der Orcas beim Training unter Wasser angegangen und dabei so schwer verletzt, dass er in dem künstlichen Becken ertrunken ist. Sofortige Wiederbelebungsversuche verliefen erfolglos, sodass im örtlichen Krankenhaus nur noch der Tod des Trainers festgestellt werden konnte. An der Trainingseinheit nahmen noch sechs weitere Tiertrainer teil.

Der 29-jährige betreute bereits seit Ende 2007 im Loro Park die Schwertwale zusammen mit anderen Trainern. Die Show mit den Schwertwalen bietet der Park seit knapp vier Jahren seinen Besuchern an. Bereits im Oktober 2007 war es zu einem schweren Zwischenfall mit der deutschen Tiertrainerin Claudia Vollhardt gekommen. Nach einem Zusammenstoß mit einem der Killerwale war Vollhardt von einem der Tiere auf den zwölf Meter tiefen Beckenboden gezogen worden und erlitt dabei eine Lungenquetschung und einen Unterarmbruch. Sie konnte noch rechtzeitig von Trainerkollegen geborgen werden und überlebte.

Die deutsche Meeresumweltschutz-Organisation "Wal- und Delfinschutz-Forum" (WDSF) hatte die Wal- und Delfinanlage und die Lebenssituation der Meeressäuger in der Gefangenschaft des Loro-Parks schon im Sommer 2007 überprüft. Dabei wurde bereits massive Kritik an der nichtartgerechten Haltung der Wale und Delfine vom Vorsitzenden des WDSF, Jürgen Ortmüller, geäußert. Aufgrund des sensiblen Sonarsystems der Tiere sei ein zufälliger Zusammenstoß mit den Trainern eigentlich ausgeschlossen, meinte das WDSF. Das Wildverhalten der Orcas sei allerdings sehr ausgeprägt und somit ein Angriff in den relativ kleinen Betonbecken vorprogrammiert, zumal die Tiere in Gefangenschaft permanentem Stress durch die lautstarken Shows mit mehreren tausend Zuschauern ausgesetzt seien.

Das WDSF hatte bereits in 2007 nach dem damaligen Unfall von dem deutschen Leiter des Parks, Wolfgang Kiessling, gefordert, die Wal- und Delfinbecken sofort und dauerhaft zu schließen, um weitere Unfälle zu vermeiden (s.a. http://www.openpr.de/news/163368/Killerwale-sollen-nach-beinah-toedlichem-Unfall-aus-Loro-Park-in-Teneriffa-verbannt-werden.html) . WDSF-Geschäftsführer Ortmüller hat jetzt Strafanzeige gegen Kiessling gestellt, weil nach seiner Ansicht, der jetzt tödliche Unfall vermeidbar gewesen sei.--

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