Freitag, 22. September 2017


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"Volkshochschulen sind Motoren der Integration"

Das Angebot für Migranten umfasst mehr als Deutsch-Kurse

Leinfelden-Echterdingen, (lifePR) - Immer mehr Menschen kommen aus verschiedensten Gründen nach Deutschland. Sie sozial und kulturell zu integrieren, ist eine zentrale Zukunftsaufgabe, der die Volkshochschulen sich stellen. "Volkshochschulen sind Motoren der Integration in der Kommune", sagt Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Vorsitzender des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg, "sie sind mehr als Sprachschulen für Zugewanderte. Volkshochschulen bleiben nicht bei der Vermittlung der deutschen Sprache stehen, sie lehren von der kulturellen Vielfalt bis zum Schulabschluss in allen Bildungsbereichen."

Die Angebote der Volkshochschulen zu Grund- und Allgemeinbildung, Gesundheitsbildung, Sprachen und beruflicher Bildung richten sich an alle Bürgerinnen und Bürger - selbstverständlich auch an Migrantinnen und Migranten. Darüber hinaus offerieren Volkshochschulen zielgruppenspezifische Programme für Zugewanderte. Die Volkshochschule Karlsruhe beispielsweise, die Gastgeberin der diesjährigen Jahrestagung des Volkshochschulverbandes ist, führt die Programmreihe "Kultur und Integration" durch, bei der Teilnehmer von Integrationskursen und Deutschstämmige gemeinsam Workshops in städtischen Kultureinrichtungen besuchen. Die Beschäftigung mit Kultur, etwa den Exponaten der Städtischen Galerie, regt den Austausch über die Kultur- und Alltagswelt beider Seiten an.

"Um den vielfältigen Herausforderungen gelingender Integration im Interesse der Migrantinnen und Migranten gerecht werden zu können, benötigen die Volkshochschulen jedoch die Unterstützung der Politik", so Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba. Deshalb ist es so hilfreich und sinnvoll, dass die grün-rote Landesregierung den Zuschuss des Landes für die Weiterbildung seit 2012 bereits deutlich erhöht hat. "Baden-Württemberg befindet sich damit auf einem guten Weg, mit seiner Landesförderung in absehbarer Zeit den Bundesdurchschnitt zu erreichen."

Die Frage, wie Kultur Integration erleichtern und verbessern kann, steht auch im Mittelpunkt der öffentlichen Jahrestagung des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg: Am 09. und 10. Juli 2015 tagen die Delegierten der 173 baden-württembergischen Volkshochschulen zum Thema "Kultur und Integration" in Karlsruhe. Die Position und den Weg der Volkshochschulen hat der Volkshochschulverband in der beigefügten "Karlsruher Erklärung" zusammengefasst, die anlässlich der Jahrestagung veröffentlicht wird. Den Hauptvortrag beim öffentlichen Teil der Jahrestagung am 10. Juli hält Prof. Dr. Susanne Keuchel, Direktorin der Akademie Remscheid, zum Thema "Migration und kulturelle Teilhabe". Die anschließende Podiumsdiskussion, an der die bildungspolitischen Sprecher der im Landtag vertretenen Fraktionen teilnehmen, wird von Migrantinnen und Migranten mitgestaltet. Die Tagung beginnt um 9:30 Uhr im Konzerthaus Karlsruhe. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Im Anschluss findet um 13:00 Uhr eine Pressekonferenz statt.

Als Träger von Integrationskursen sind Volkshochschulen ein unersetzlicher Akteur im Feld der Integration: Seit Einführung der Kurse im Jahr 2005 haben mehr als eine Million Menschen an einem Integrationskurs teilgenommen, mehr als 70.000 davon an einer Volkshochschule in Baden-Württemberg. Im vergangenen Jahr haben baden-württembergische Volkshochschulen über eine halbe Million Unterrichtsstunden im Fach "Deutsch als Fremdsprache" durchgeführt.

Zum Volkshochschulverband Baden-Württemberg gehören 173 Volkshochschulen mit rund 720 Außenstellen. Die Einrichtungen vor Ort bieten ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Angeboten zur Allgemeinbildung, Gesundheitsbildung, in den Sprachen und zur beruflichen Qualifizierung sowie in der Alphabetisierung und Grundbildung. Informationen über die Arbeitsfelder der Volkshochschulen gibt es auf der Homepage des Volkshochschulverbandes: www.vhs-bw.de.

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