VivoSensMedical meldet Methode zur automatisierten Messung des Zervixschleims zum Patent an

Neuer Biomarker für Diagnostik in der Frauengesundheit

(lifePR) ( Leipzig, )
Die VivoSensMedical GmbH hat gemeinsam mit ihrem Entwicklungspartner, der inotec Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, eine neue Messmethode zum Patent angemeldet. Auf Basis kontinuierlicher Messung der Impedanz des Zervixschleims, wurden Biomarker identifiziert, die eine direkte Korrelation zum hormonellen Verlauf des Östradiols im weiblichen Zyklus ermöglichen. Nach über zehnjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit erweitert diese nun die Patentfamilie von OvulaRing. Die VivoSensMedical ist seit 2012 mit OvulaRing, einem System zur Diagnose des weiblichen Hormonzyklus, am Markt. Deren Herzstück ist ein Biosensor, der kontinuierlich Körperdaten misst.

Mit der neuen Entwicklung wird künftig ein weiterer Biomarker in das vaginale Messsystem der Technologieplattform OvulaRing integriert. Damit wird OvulaRing nicht nur den Verlauf des Progesterons über die Körperkerntemperatur abbilden, sondern auch den des Östradiols sowie den aus der Impedanz abgeleiteten pH-Wert des vaginalen Mediums auswerten.

„Die Ergebnisse sind vergleichbar mit einer mehrmals täglich stattfindenden Labor- und Ultraschalluntersuchung beim Gynäkologen und liefern neuartige Erkenntnisse für die Frauengesundheit“, erklärt Prof. Henry Alexander, Reproduktionsmediziner und Erfinder von OvulaRing. „Wir können de facto täglich präzise die Entwicklung des Östrogen- und Progesteronspiegels im Körper analysieren und daraus individuelle Erkenntnisse ableiten. Mit den Ergebnissen werden wir ganz neue, personalisierte Therapien entwickeln können. Zum Beispiel auch zur Überwachung der Schwangerschaft und Diagnose in der menopausalen Phase.“

Auch im Consumer Bereich bietet die Innovation breite Möglichkeiten zur Unterstützung der hormonfreien Verhütung. Als sicherste Methode gilt heute die sogenannte Natürliche Familienplanung (NFP), bei der die Frau einmal am Tag selbst die morgendliche Aufwachtemperatur misst und die Veränderung in der Beschaffenheit des Zervixschleims klassifiziert. Methodisch liegt die Sicherheit dieses Verfahrens gleichauf mit dem Pearl Index der Pille. Aber in der Anwendungssicherheit sinkt der Pearl Index erheblich, da sie von der Frau sehr viel Disziplin erfordert und vor allem die Beobachtung des Zervixschleims umfangreicher Erfahrung bedarf.

„Mit den neuen Biomarkern können wir eine exakte präovulatorische Korrelation zur östrogenbedingten Veränderung in der Schleimhaut herstellen. Damit haben wir die bisher subjektive Beobachtung des Zervixschleims objektiviert und integrieren diese für eine fehlerfreie Diagnose in das OvulaRing-Messsystem“, freut sich Prof. Alexander.

Die VivoSensMedical und Ihre Partner planen für 2021 die klinische Validierung im Rahmen einer Zulassungsstudie. „Wenn alles nach Plan läuft, werden wir 2022 eine bahnbrechende Weltneuheit am Markt einführen können“, sagt Holger Runkewitz, Geschäftsführer der inotec Forschungs-und Entwicklungsgesellschaft mbH.

Über inotec
Die inotec FEGmbH wurde 1993 gegründet. und ist ausgerichtet auf die Produktion von Mess-, Steuerungs- und Medizintechnik im Auftrag namhafter internationaler Kunden. Außerdem realisiert das Unternehmen eigene Ideen und Projekte. Seit einigen Jahren verfolgt die inotec verstärkt den Umbau hin zur Medizintechnik. Es gibt sowohl vielfältige Kooperationen mit ähnlichen Partnern in der Region, als auch mit Medizinern bzw. medizinischen Einrichtungen. Das Unternehmen ist Mitglied im NEMO Netzwerk „Medizintechnik in Sachsen“ sowie in der Arbeitsgruppe Rehatechnik. Das Team der inotec besteht aus 10 festen Mitarbeitern, der Firmensitz befindet sich in Leipzig. Geschäftsführer ist Dipl.-Ing. Holger Runkewitz. Mehr Informationen unter inotec-feg.de  
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