Freitag, 26. Mai 2017


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VCD und DNR fordern Maßnahmenpaket gegen Schienenlärm

Umweltverträglichkeit der Bahn sichern

(lifePR) (Bonn, ) Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) e.V. haben heute in Bonn an die Bundesregierung appelliert, schnell wirksame Maßnahmen gegen Schienenlärm zu ergreifen. Insbesondere der laute Schienengüterverkehr habe in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Damit sei auch die Lärmbelastung vielerorts gestiegen.

"Bundesweit leiden 16 Millionen Menschen unter Schienenlärm", beklagte Dr. Helmut Röscheisen, Generalsekretär des DNR. "Allein diese Zahl zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist." Die negativen Folgen von Lärm reichten von Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche bis hin zu erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gelten bereits durchschnittliche Lärmbelastungen von 65 Dezibel (A) tagsüber und 55 dB(A) nachts als gesundheitsgefährdend. Röscheisen: "Auf mindestens 2800 km des Schienennetzes werden tagsüber aber Werte von über 70 dB(A) und nachts über 60 dB(A) erreicht. Im engen Rheintal wurden sogar Spitzenwerte von 108 dB(A) gemessen - Lärm, fast wie bei einem startenden Flugzeug!"

Zu einem umfassenden Maßnahmenpaket gegen Schienenlärm müssen nach Ansicht der beiden Umweltverbände lärmabhängige Trassenpreise sowie im weiteren Verlauf Lärmobergrenzen für besonders dicht besiedelte Gebiete an Schienenwegen gehören. "Die Bundesregierung hat mehrere Konzepte vorliegen. Jetzt ist es höchste Zeit, diese auch umzusetzen", forderte Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender. Der erfolgversprechendste Weg seien lärmabhängige Trassenpreise, die so schnell wie möglich im Rheintal als Modellprojekt eingeführt und anschließend auf das gesamte Schienennetz ausgedehnt werden sollten. Gehrmann erklärte: "Dadurch entsteht ein finanzieller Anreiz, alte Güterwagen endlich umzurüsten und damit deutlich leiser zu machen." Die Umweltverbände sehen außerdem den Betreiber der Schieneninfrastruktur in der Pflicht, zur Lärmminderung beizutragen. So müssten die Infrastrukturunternehmen verpflichtet werden, die Gleise stets in Schuss zu halten, da Lärm in hohem Maße vom Zustand der Gleise abhänge.

"Die bisherigen Ansätze zur Reduzierung von Schienenlärm sind viel zu zaghaft und brauchen viel zu viel Zeit", meinte Rainer Bohnet, Geschäftsführer der Rhein-Sieg-Eisenbahngesellschaft.

Gerade bei steigendem Verkehrsaufkommen auf der Schiene komme es darauf an, den Lärm schnell zu verringern. Sonst seien Akzeptanz und Umweltvorteil der Bahn in Gefahr. "Auf keinen Fall darf Schienenlärm dazu führen, dass die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene nicht vorankommt. Denn diese ist allein aus Umweltgründen dringend geboten", meinte Bohnet und mahnte: "Deshalb müssen Regierung und Bahnunternehmen das Lärmproblem jetzt gemeinsam lösen, und zwar schnell."

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