Mittwoch, 22. Februar 2017


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Saubere Luft für Alle

VCD-Protestaktion gegen Feinstaubbelastung: Kein Lkw ohne Filter!

(lifePR) (Berlin, ) Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat heute mit einer Protestaktion auf das anhaltende Problem zu hoher Feinstaubkonzentration in der Atemluft aufmerksam gemacht. An der stark belasteten Frankfurter Allee in Berlin-Friedrichshain entrollten VCDAktivisten ein Banner mit der Aufschrift »Feinstaub nein danke - kein Lkw ohne Filter!«. Auf T-Shirts der Umweltschützer war außerdem zu lesen: »Sauber bleiben!« Die Aktion des VCD fand einen Tag vor Beginn der Europäischen Woche der Mobilität (16. - 22.9.08) statt, die dieses Jahr unter dem Motto »Saubere Luft für Alle« steht. "Allein durch Feinstaub verkürzt sich das Leben jedes Menschen in Deutschland um durchschnittlich zehn Monate. Deshalb brauchen wir dringend mehr Engagement von Politik und Fahrzeugherstellern für saubere Luft", erklärte Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand, die die Protestaktion vor Ort unterstützte.

In Städten und Ballungsgebieten sind die Hauptverursacher von Feinstaub leicht zu ermitteln: Es handelt sich um ungefilterte Diesel-Pkw und -Transporter sowie schwere Lkw. Aus deren Auspuffen kommt etwa die Hälfte des gesundheitsgefährdenden Feinstaubs in der städtischen Atemluft. Dabei lässt sich der Ausstoß der Schadstoffe durch den Einbau von Partikelfiltern zu über 95 Prozent reduzieren. Während zumindest neue Pkw inzwischen fast vollständig serienmäßig mit geregelten Partikelfiltern gegen Dieselruß ausgestattet sind, fehlt diese Technik bei den meisten Nutzfahrzeugen noch. Heiko Balsmeyer, VCD-Verkehrsreferent: "Bei Transportern und Lkw mangelt es bisher an politischem Druck, um auch hier den Partikelfilter zum Standard zu machen. Auf europäischer Ebene wird gerade über neue Schadstoffgrenzwerte für Lkw verhandelt. Wir fordern die Abgeordneten in Berlin und Brüssel auf, sich für strenge Grenzwerte für Rußpartikel und ein frühes Inkrafttreten der Schadstoffnorm Euro VI für Nutzfahrzeuge einzusetzen."

Aus Sicht des VCD würde neben einer anspruchsvollen Schadstoffnorm Euro VI die geplante Spreizung der Lkw-Maut nach Schadstoffklassen die Ausrüstung von dieselgetriebenen Nutzfahrzeugen mit Rußfiltern vorantreiben. Diese hätte zur Folge, dass sich die Maut für Dieselstinker (Euro 0, I und II) von rund 15 auf knapp 30 Cent pro Kilometer verdoppelt. Gleichzeitig würden Lkw der Schadstoffstufe Euro III für einen nachgerüstetem Partikelfilter 4,2 Cent Rabatt pro Kilometer erhalten. "Damit bestünde ein starker ökonomischer Anreiz, saubere Lkw anzuschaffen bzw. Fahrzeuge mit Partikelfiltern nachzurüsten. Der VCD fordert die Bundesländer daher auf, im Namen der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger der neuen Verordnung des Bundes über die Mauthöhe zuzustimmen", sagte Balsmeyer in Berlin.

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