Montag, 11. Dezember 2017


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vbw fordert grundlegende Reformen beim "Morbi-RSA"

Brossardt: "Benachteiligung bayerischer Krankenkassen muss endlich aufhören"

München, (lifePR) - Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert ein Ende der Benachteiligung der bayerischen Krankenkassen. Angesichts des erwarteten Sondergutachtens des vom Bundesgesundheitsministerium eingesetzten Wissenschaftlichen Beirats zur Weiterentwicklung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs („Morbi-RSA“) hat sie ihre Forderung nach grundlegenden Reformen in diesem Bereich bekräftigt. „Das aktuelle System des ‚Morbi-RSA‘ führt zu starken Verwerfungen. Vor allem bayerische Krankenkassen, Ersatz- und Betriebskrankenkassen werden benachteiligt“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Der „Morbi-RSA“ bestimmt die Zu- und Abschläge, die Kassen je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand ihrer Versicherten zusätzlich zu einer pauschalen Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Dabei werden bayerische Krankenkassen doppelt benachteiligt: Zum einen haben sie Versicherte mit tendenziell höheren Durchschnittslöhnen und müssen deshalb auch mehr an den Gesundheitsfonds abführen. Zum anderen haben vor allem die bayerischen Betriebskrankenkassen höhere Ausgaben für das Krankengeld, das sie an die Versicherten auszahlen müssen, weil dieses von der Lohnhöhe des Versicherten abhängig ist. Aus dem Gesundheitsfonds erhalten viele Kassen nicht genügend Geld zurück, um ihre Ausgaben zu decken – auch weil ihre Versicherten oftmals nicht an den Erkrankungen leiden, für die es besondere Zuschüsse gibt.

Die vbw unterstützt die Forderung von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), durch die Berücksichtigung der Regionalkomponente die Benachteiligung von Hochlohn- und Hochpreisregionen wie Bayern zu beenden. „Das Ziel ist klar: Wir brauchen zügig eine grundlegende Reform des Systems, die die bestehende Unwucht korrigiert. Die Benachteiligung bayerischer Kassen beim ‚Morbi-RSA‘ muss endlich aufhören“, so Brossardt.

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