Golf regiert die Welt

Politische Anekdoten aus der Welt des Golfsports

(lifePR) ( Wiesbaden, )
Sie lenken die Geschicke der Welt und haben eine auffällige Vorliebe für einen kleinen, runden Ball: Viele Politiker beweisen sich auf dem Green. Neben Ausgleich, Bewegung und Spaß zählt für die Staatsoberhäupter dabei noch mehr bei dem Spiel - Politik wird auch auf dem Golfplatz gemacht. Die großen Anführer schreiben nicht nur Weltgeschichte, sie sorgen auch für gute Golfgeschichten. Die Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) hat die spannendsten recherchiert.

1. Diplomatie auf dem Platz
Konrad Adenauer war auch in Punkto Golfsport ein Politiker mit Weitblick. Das geht aus einem Brief Adenauers vom 3. Oktober 1951 an Freiherr Dr. Rechenberg hervor, dem damaligen Präsidenten des Golf- und Land-Clubs Köln: "Die baldige Fertigstellung des Golfplatzes in Refrath wäre im Interesse der Förderung und Pflege der außenpolitischen Beziehungen der Bundesrepublik erwünscht." Konrad Adenauer ahnte, dass sich beim Golfspiel so manche diplomatische Frage lösen könnte. Tatsächlich waren auf dem fertigen Platz ab 1955 häufig Diplomaten aus dem nahen Bonn zu Gast.

2. Weißes Haus und grüner Rasen
Das Weiße Haus in Washington verfügt neben 132 Räumen, 412 Türen, 147 Fenstern, acht Treppenhäusern, drei Aufzügen, Swimmingpool, Tennisplatz, Bowlingbahn und einem Kinosaal auch über Putting Grün samt Minibunker. In Auftrag gegeben hat die Übungsfläche Dwight D. Eisenhower, nachdem er 1953 als 34. US-Präsident vereidigt worden war. Richard Nixon hatte für Golf offenbar nichts übrig und ließ das Putting Grün später entfernen. Erst 1996 manifestierte sich erneut die Golfleidenschaft knapp 30 Meter vom Oval Office entfernt: Bill Clinton gab ein neues Putting Grün in Auftrag.

3. Gelochter Kork
Auch innerhalb des Weißen Hauses hat der Golfsport seine Spuren hinterlassen. Präsident Lyndon B. Johnson ließ in den 1960er Jahren den Fußboden des Büros erneuern. Der Grund: Sein Vorgänger Dwight D. Eisenhower hatte den Korkboden ruiniert, weil er im Büro häufig seine Golfschuhe mit Spikes trug. Über seinen Lieblingssport sagte Eisenhower einmal: "Die Schwierigkeit besteht beim Golfspiel darin, dass man auf einer Kugel von 12.750 Kilometern Durchmesser balancieren muss, während man auf eine Kugel von 42 Millimetern Durchmesser zu schlagen versucht."

4. Berühmter Baum
Der golfbegeisterte US-Präsident Eisenhower hinterließ seine Spuren nicht nur im Korkboden des Weißen Hauses, sondern auch auf dem Golfplatz von Augusta im US-Bundesstatt Georgia. Dort nämlich steht der wohl berühmteste Baum der Golfgeschichte, der "Eisenhower Tree". Der Baum verdankt seine Bekanntheit der Tatsache, dass er Eisenhower bei seinem Spiel immer im Weg stand. Der Präsident soll beim Spielen in Augusta jedes Mal diesen Baum getroffen und es nie geschafft haben, daran vorbei zu schlagen.

5. Unglaubliches Ausnahmetalent
Kim Jong Il, der mittlerweile verstorbene "geliebte Führer" Nordkoreas, hat es 1994 auf der ersten Golfrunde seines Lebens so richtig krachen lassen: Gleich elf Asse sollen ihm gelungen sein. Diesbezüglich war sich das Informationsministerium absolut sicher.

6. Öffentliches Golfen
Einer der ersten öffentlichen Golfplätze der Bundesrepublik Deutschland wurde 1978 von Bundespräsident Walter Scheel eröffnet. 5.000 Zuschauer wohnten dem Ereignis bei und beobachteten das Staatsoberhaupt bei seinem Eröffnungsschlag, der nach zwei Luftschlägen im dritten Anlauf gelang. Anwesende Kritiker des vermeintlich elitären Sports brachte Scheel mit einem stichhaltigen Argument zum Schweigen: Seine Mitgliedschaft im vornehmen Köln-Marienburger Golf Club koste im Jahr weniger als eine Sitzplatzdauerkarte beim 1. FC Köln. Dem Kölner Beispiel sind mittlerweile über 300 weitere Anlagen gefolgt.

7. Golf statt Basketball
US-Präsident Barack Obama ist durch seine Frau Michelle auf den Golf- Geschmack gebracht worden. Als ihr die Basketball-Verletzungen ihres Mannes, damals noch Senators in Illinois, zuviel wurden, legte die spätere First Lady ihrem Gatten den Golfsport ans Herz. Nach einem Jahr hatte Obama, der bereits in der Schule einige Male den Schläger geschwungen hatte, sein Handicap auf 24 heruntergespielt. Inzwischen spielt er Runden um 90 Schläge. Zu seinen Stärken zählt das kurze Spiel, Probleme bereiten ihm die langen Eisen.

8. Fidel und Che ganz bürgerlich
Fotos des kubanischen Fotografen Jose Lorenzo Fuentes zeigen die beiden großen Revolutionsführer Lateinamerikas Che Guevara und Fidel Castro beim Golfen. Anlass war der Versuch eines Treffens mit US-Präsident Eisenhower, um die politischen Spannungen zwischen Kuba und den USA abzubauen. Castros Absicht war es, eine spontane Golfpartie im Beisein der Presse zu inszenieren. Eisenhower aber wollte Castro keine Plattform bieten, ging auf einen andern Golfplatz und ließ die Revolutionsführer mit sich selbst Golf spielen. Guevara gewann das Match.

Wer auf den Spuren der Politiker wandeln möchte, hat mit der VcG Gelegenheit dazu: Erwachsene zahlen bei Deutschlands größtem Golfverein nur 195 Euro für das gesamte Kalenderjahr, ab 01.08. sogar nur noch 95 Euro für die Mitgliedschaft 2012. Eine Aufnahmegebühr gibt es nicht. Dafür spielen VcG-Mitglieder nach bestandener Platzreife bundesweit auf rund 700 Golfanlagen sowie auf weiteren Anlagen weltweit gegen Greenfee.

Mehr Informationen unter www.vcg.de und Tel.-Nr.: 0611 / 34104-0.

Quellen:
- Gerald Kleffmann & Thomas Lötz, "Golf. Das Buch", Süddeutsche Zeitung GmbH, 2009
- Aliss, Peter / MacWilliam, Rab: Alliss' 19th Hole - Trivial delights from the world of Golf, 2005
- http://www.sueddeutsche.de/sport/golf-spielen-ein-spiel-macht-geschichte-1.718670
- http://www.news.de/politik/716234178/viel-lebensgefahr-fuer-einen-lamborghini/1/
- http://www.golf-shop.de/eisenhower-tree.html
- http://www.taz.de/!39545/
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