Donnerstag, 23. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 241290

Steinkohle weltweit weiterhin Energieträger Nr. 1 in der Stromerzeugung

Hamburg, (lifePR) - Die Steinkohle blieb in 2010 erneut die am schnellsten wachsende fossile Primärenergie der Welt. Sie deckte den Bedarf an Primärenergie der Welt zu 32 %. Vor allem der pazifische Raum nutzte Kohlestrom für sein Wachstum. Förderung und Verbrauch erhöhten sich in 2010 um 600 Mio. t oder 10% auf 6,7 Mrd. t.

Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert in ihrem jüngsten World Energy Outlook bis 2035 einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Kohle. Die IEA hat weiterhin abgeschätzt, dass der Primärenergieverbrauch zwischen 2008 und 2035 um 36% steigen wird. Die Steinkohle wird dabei ihre dominante Position behalten. China, Indien und Indonesien werden für diesen Anstieg hauptsächlich ursächlich sein. China allein wird bis 2035 rund 600 GW neuer Steinkohlekraftwerksleistung zugebaut haben - das entspricht etwa dem 4-fachen der gesamten in Deutschland installierten Leistung (rund 160 GW, davon 28 GW Steinkohlekraftwerke).

Bis 2020 wird die Stromerzeugung der Welt auf Basis von Kohle um 20% ansteigen. Der Energiemix in der Stromerzeugung bis 2035 wird sich im IEA Hauptszenario zwar etwas zu Lasten der fossilen Brennstoffe ändern. Dennoch dominieren die fossilen Energien mit einem Anteil von 55% im Jahre 2035 (2008: 68%). Die Kohle bleibt weiterhin Hauptbrennstoff für die Stromerzeugung, wenn auch ihr Anteil von heute 41% auf 32% zurückgehen wird.

Seewärtiger Welthandel mit Steinkohle wächst kräftig

Der Steinkohlenweltmarkt war in 2010 eine stabile Säule vor dem Hintergrund des tiefen Einbruchs von -12% in 2009. Der seewärtige Welthandel mit Steinkohle wuchs in 2010 um 104 Mio. t (2009: 20 Mio. t.) oder 14% auf 963 Mio. t. Den Binnenhandel mit eingerechnet wurde mit 1.053 Mio. t erstmals die Milliardengrenze überschritten. Die exportorientierten Grubenkapazitäten waren sehr gut ausgelastet. Gegenüber 2009 sind in 2010 die Preise wegen der weltweit verstärkten Nachfrage um bis zu 30% angezogen.

Für 2011 wird ein weiteres Wachstum der Nachfrage nach Überseekohle vor allem in Asien erwartet. Auch ist nochmals ein deutlicher Preisanstieg sowohl für Kessel- als auch für Kokskohle und Koks zu verzeichnen. Hier spielen vor allem die Überflutung von Queensland in Australien, das Erdbeben auf Neuseeland und auch bereits das Erdbeben mit nachfolgendem Tsunami in Japan inklusive der dadurch ausgelösten nuklearen Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima eine wesentliche Rolle.

Importe nach Deutschland in 2010 positiv vom Aufschwung betroffen

Die Importkohle konnte vom konjunkturellen Aufschwung in 2010 erheblich profitieren und unterstrich seine Funktion als sogenannter "swing supplier". Während der Primärenergieverbrauch insgesamt in Deutschland um 4,6% auf 479,6 Mio. t SKE stieg, erhöhte sich der Steinkohleverbrauch insgesamt um 15,4%.

Die Stromnachfrage der Industrie stieg, vor allem aber die Stahlkonjunktur zog wieder kräftig an. Beides führte bei der Kohle zu einem erheblichen Mehrverbrauch von 7,7 Mio. t SKE auf insgesamt 57,8 Mio. t SKE. Diese hohen Zuwächse sind vor allem auf die früher als erwartet einsetzende umfassende konjunkturelle Erholung, aber auch auf die zum Teil ungewöhnlich frostige Witterung in den Herbst- und Wintermonaten in Deutschland, zurückzuführen. Dementsprechend legte auch der Import von Steinkohle kräftig zu: Mit insgesamt 45 Mio. t wurden rund 5 Mio. t mehr als 2009 importiert.

Der Grenzübergangspreis für Kraftwerkskohle stieg Ende 2010, nachdem er auf 60-70 €/t SKE gefallen war, um 20-30 €/t SKE auf dann 80-100 €/t SKE wieder an. In den ersten 4 Monaten dieses Jahres lag er durchschnittlich bei 105 €/t SKE, am 24.06.2011 lag der Preis am Spotmarkt CIF ARA (6000 kcal) bei rund 121 USD/t oder rund 99 €/t SKE.

Importe nach Deutschland in 2011 leicht ansteigend

Trotz des um 9% gegenüber dem 1. Quartal 2010 gesunkenen Kohleverbrauchs aufgrund milder Witterung und erhöhter Ökostromeinspeisung wird für 2011 eine weitere leichte Belebung der Importe erwartet. Die Einfuhrmenge an Kokskohle und Koks dürfte sich wegen der besseren Stahlkonjunktur dabei vor allem erhöhen. Der Kraftwerkskohlenbedarf wird nach unserer Einschätzung dennoch moderat steigen, da spätestens zum Herbst und Winter die fehlende Kernenergie in Deutschland teilweise aus Steinkohlekraftwerken ersetzt wird.

Für 2011 wird ein Steinkohleimport in einer Größenordnung von rund 45-48 Mio. t erwartet.

Importeurverein deckt 85 % des Importsteinkohlemarktes ab

Der Verein hat aktuell 74 Mitglieder, die in ihren Anlagen etwa 85 % des deutschen Steinkohlebedarfs von rund 57 Mio. t verbrauchen. Die Importkohle deckt den Kohlebedarf Deutschlands zu über 78 % ab. Damit vertritt der Verein der Kohlenimporteure e.V. fast den gesamten Steinkohlemarkt (deutsche und importierte Steinkohle) in Deutschland mit einem finanziellen Volumen in zweistelliger Milliardenhöhe.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

365 Tage tierisch tolle Erlebnisse

, Energie & Umwelt, Wildpark-MV/ Natur- u. Umweltpark Güstrow gGmbH

Es ist wieder soweit: Der Güstrower Wildpark-MV startet ab 1. Dezember 2017 seine beliebte Jahreskarten-Aktion. So können die Besucher den Wildpark...

Holzbau für Profis: Dachterrassen mit barrierefreiem Zugang fachgerecht errichten

, Energie & Umwelt, INTHERMO GmbH

Einen stufenlosen Zugang zu einer Dachterrasse herzustellen, will gelernt sein; der sprichwörtliche Teufel steckt hierbei tatsächlich im Detail....

4.000 neue Bäume für die Region

, Energie & Umwelt, Taunus Sparkasse

Kunden und Berater der Taunus Sparkasse in Gummistiefeln und mit Spaten -unter dem Motto „Wir schaffen Grünes“ pflanzen sie Bäume. Seit 2011...

Disclaimer