Unternehmerinnen fordern Maßnahmen, die Menschen schützen und Wirtschaft ermöglichen

(lifePR) ( Berlin, )
Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des VdU, zu den aktuellen Corona-Maßnahmen:

„Die Unternehmerinnen betrachten mit großer Besorgnis die steigenden Infektionszahlen und sind sich einig, dass alles unternommen werden muss, damit es nicht zu einem zweiten Lockdown kommt. Die Politik sollte sich auf Maßnahmen konzentrieren, die die Menschen schützen und gleichzeitig Wirtschaft ermöglichen. Dazu gehört es, dass Kitas und Schulen geöffnet bleiben und in den Betrieben gearbeitet werden kann. Die Unternehmerinnen fordern in diesem Zusammenhang eine stärkere Diversität in den Entscheidungsgremien bei den Beratungen über Maßnahmen zum Umgang mit der Corona-Krise, denn für sie war die Belastung im Frühjahr gleich dreifach: Sie haben versucht, ihre Unternehmen über Wasser zu halten, als Arbeitgeberinnen flexibel auf die Situation der Beschäftigten einzugehen und die Kinderbetreuung zu Hause mit oder ohne Partner zu stemmen. Trotzdem hatten sie keinen Anspruch auf Notbetreuung für ihre kleinen Kinder.

Grundsätzlich begrüßen die Unternehmerinnen ein regional angepasstes Vorgehen und die Berücksichtigung des örtlichen Infektionsgeschehens. Uneinheitliche Kriterien und mangelnde Koordination zwischen den Bundesländern, z.B. wie Reisende aus Hotspots zu behandeln sind, sorgen jedoch für große Verwirrung. Unterschiedliche Beherbergungsregeln schaffen branchenübergreifend für viele bundesweit aktive Betriebe Rechtsunsicherheit. Gleiches gilt für Hotels, die klare und nachvollziehbare Regeln dazu brauchen, welche Gäste aus welchen Regionen sie empfangen dürfen. Davon abgesehen sollte auch der epidemiologische Nutzen von Beherbergungsverboten geprüft werden. Denn Verschärfungen von Auflagen sind nur gerechtfertigt, wenn die Einhaltung der bisherigen Regeln kontrolliert und sichergestellt werden kann. Die Unternehmerinnen warnen davor, dass ansonsten die Akzeptanz in der Bevölkerung deutlich nachlässt.“
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