"Kleiner Hoffnungsschimmer" nach 7. Nationale Maritime Konferenz

(lifePR) ( Hamburg, )
Die 7. Nationale Maritime Konferenz in Wilhelmshaven am 27. und 28. Mai 2011 hat keine Erneuerung des Maritimen Bündnisses unter den bisherigen Vorzeichen erbracht.

Der Präsident des VDR, Michael Behrendt, begrüßte, dass der Deutsche Bundestag und die Regierung die Tonnagesteuer als unverzichtbares Instrument anerkannt haben. "Ohne die Tonnagesteuer gäbe es keine Schifffahrt in Deutschland, damit auch keine Arbeitsplätze und keine Investitionen in der maritimen Industrie", so Behrendt. Bundesverkehrsminister Dr. Ramsauer habe völlig recht mit seiner wörtlichen Feststellung: "Die Tonnagesteuer ist keine Subvention, sie ist existentiell für den Standort Deutschland". Er freue sich, dass die Bundeskanzlerin für die gesamte Bundesregierung ein unmissverständliches Bekenntnis zu diesem Standortsicherungsinstrument abgelegt habe.

Behrendt erinnerte an die Erfolgsgeschichte des Maritimen Bündnisses: "Wir haben 30% mehr Arbeitsplätze an Land geschaffen, 25% mehr auf See und die Ausbildungsplätze verdoppelt." Die Reeder hätten ihr Wort gehalten, sowohl bei der Flagge als auch bei Ausbildung und Beschäftigung, unterstreicht der VDR-Präsident. Die Reeder stünden auch weiterhin zu ihren Versprechungen. Durch Entscheidungen der Bundesregierung, ihren im Bündnis bisher geleisteten Solidarbeitrag für die Beschäftigung deutscher Seeleute abzuschaffen, zerstöre sie die gegenseitig versprochene Balance der Lastenteilung. Wirtschaftsminister Rösler habe in Wilhelmshaven bestätigt, dass die Regierung die bisherigen Schifffahrtsbeihilfen auf gerade noch ein Zehntel reduzieren werde. Damit sei es nicht mehr möglich, im bisherigen Umfang deutsche Seeleute unter deutscher Flagge zu beschäftigen.

Positiv vermerkte Behrendt: "In Wilhelmshaven hat sich eindrucksvoll gezeigt, dass die Länder, die Gewerkschaften und die Reeder an einem Strang ziehen: Wir alle setzen uns gemeinsam dafür ein, dass das Maritime Bündnis für Ausbildung und Beschäftigung fortgesetzt wird." Die Bundesregierung solle diese Geschlossenheit und die dringende Mahnung auf dieser Konferenz ernst nehmen und ihren Kurs überdenken. Dafür, so Behrendt, gäbe es mit der Zusage von Bundesverkehrsminister Dr. Ramsauer, er werde unverzüglich mit der Branche über eine "Kompensation" der Einschnitte sprechen, einen kleinen Hoffnungsschimmer. Der Verkehrsminister sei darin von der Bundeskanzlerin ausdrücklich mit der Bemerkung unterstützt worden, dass mit dem VDR über die Zukunft des Maritimen Bündnisses kurzfristig gesprochen werden solle. "Das muss jetzt aber ganz schnell gehen mit konkreten Vorschlägen seitens der Bundesregierung, sonst rutscht uns das Maritime Bündnis weg", so Behrendt.

Um weiter Schiffe unter deutscher Flagge zu betreiben sei es notwendig, so Behrendt, die hohen Kosten der deutschen Flagge deutlich zu reduzieren. Dann könnten auch weiter viele Schiffe unter deutscher Flagge fahren. "Es gibt keinen Grund, dass es in Deutschland 500.000 Euro pro Jahr teurer ist, ein Schiff zu betreiben als in unseren europäischen Nachbarländern", erklärte Behrendt. Der Verband Deutscher Reeder sei weiter bereit, über tragfähige Lösungen zu sprechen.

Das gemeinsame Ziel, Ausbildung und Beschäftigung von motivierten Menschen zu fördern, bestehe weiter. Sollte es jedoch zu einer dauerhaften Störung der Balance im Maritimen Bündnis kommen, müsse es unweigerlich zu zahlreichen Ausflaggungen kommen.
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