Creditreform ZaC-Index

Informationen zum Zahlungsverhalten in Deutschland im Herbst 2008

(lifePR) ( Neuss, )
Die positiven Rückwirkungen des Konjunkturaufschwungs auf das Zahlungsverhalten verlieren zunehmend an Kraft. Aus der Mixtur von sich verschärfenden Finanzierungsbedingungen, steigender Kostenbelastung und nachlassenden Auftragseingängen drohen in den kommenden Monaten zudem weitere Belastungsfaktoren für die Unternehmen. Der Creditreform ZaC-Index (ZaCX), der das Zah-lungsverhalten der Auftraggeber anhand regelmäßiger Unternehmensbefragungen und dem Zahlungserfahrungspool von Creditreform in einem Indikator zusammenfasst, sinkt gegenüber dem Frühjahr um einen halben Zähler und notiert nun bei 65,8 von 100 möglichen Punkten.

Zahlungsweise der Kunden leicht schleppender

Das derzeitige Zahlungsverhalten der Kunden beurteilen die befragten Unternehmen noch weitgehend positiv. 45,9 Prozent der mittelständischen Betriebe geben dem Zah-lungsverhalten ihrer Auftraggeber die Note sehr gut oder gut. Nur 5,4 Prozent waren mit der Zahlungsmoral der Kunden überhaupt nicht zufrieden. Per Saldo ergibt sich somit ein aktueller Wert von +40,5 nach +40,6 im Frühjahr. Zudem hält sich die Mehrzahl der Auftraggeber an die angegebenen Zahlungsfristen. Zuletzt gaben 77,8 Prozent der befragten Unternehmen an, dass Rechnungen innerhalb von 30 Tagen beglichen werden. Im Frühjahr waren es allerdings schon einmal 78,1 Prozent.

Gravierende Forderungsausfälle sind selten

Positiv wirkt sich der jüngste Rückgang bei den Forde-rungsverlusten aus. Lediglich knapp ein Zehntel der Mit-telständler (9,8 Prozent) musste Forderungen aus Liefe-rungen und Leistungen von mehr als einem Prozent des Jahresumsatzes als Verlust ausbuchen (Frühjahr: 13,0 Prozent). Gleichzeitig freute sich gut die Hälfte der mittels-tändischen Unternehmen (53,6 Prozent) über keinerlei uneinbringliche Außenstände (Frühjahr: 47,2 Prozent). Der Saldo der Betriebe, die Forderungsausfälle hinnehmen mussten und derer, die ohne solche Verluste blieben, erreicht damit einen neuen Höchstwert von +43,8.

Positiver Trend unterbrochen

Als eine weitere wichtige Komponente zur Analyse des Zahlungsverhaltens der deutschen Wirtschaft fließt die durchschnittliche Überfälligkeit eines Rechungsbelegs aus dem Creditreform Pool zum Austausch von Zahlungserfahrungen in die Berechnung des ZaC-Index mit ein. Diese Auswertung zeigt bereits eine Unterbrechung des positiven Trends der letzten zwei Jahre. So blieb eine ausstehende Rechnung im Durchschnitt gut 14 Tage lang überfällig. Das ist ein ganzer Tag mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Bestnoten nur für Maschinenbau und Chemie

Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe zeigten einmal mehr das beste Zahlungsverhalten. Im Durch-schnitt wurde eine bereits überfällige Rechnung nach elf Tagen (Chemie) bzw. 11,6 Tagen (Metall- und Elektro-branche) bezahlt. Am längsten ließen die konsumnahen Dienstleister ihre Gläubiger warten. Hier blieb eine Rech-nung knapp 17 Tage über das eigentliche Zahlungsziel hinaus offen. Ebenfalls überdurchschnittlich lange mussten sich die Kreditgeber der Verkehrs- und Logistikunternehmen sowie des Bau- und Ausbaugewerbes gedulden (16,5 bzw. 15,6 Tage).

Der ZaCX bildet das Zahlungsverhalten in Deutschland anhand einer Punkteskala von 0 bis 100 ab. Dabei symbolisiert ein höherer Wert ein besseres Zahlungsverhalten. Grundlage der halbjährlichen Berechnung des ZaCX sind zwei Datenquellen: der Zahlungserfahrungspool ZaC von Creditreform, in dem inzwischen 70 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen vorliegen, sowie die Creditreform Mittelstandsumfragen unter rund 4.000 Unternehmen.

Die vollständige Fassung des ZaC-Index kann bei der Creditreform Wirtschaftsforschung in Neuss (Tel.: 02131/109-174) oder per E-Mail (presse@creditreform.de) kostenlos bestellt werden und steht auch im Internet unter www.creditreform.de zum Download bereit. Die nächste Ausgabe erscheint im Mai 2009.
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