Dienstag, 17. Oktober 2017


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Pflegekassen wollen bei Pflegenoten kurzfristig nachbessern

Evaluierung von unabhängiger Stelle erforderlich

Berlin, (lifePR) - Die für die Veröffentlichung der Pflegenoten im Internet zuständigen Verbände der Pflegekassen setzen sich dafür ein, dass die Pflege-Transparenzvereinbarungen weiterentwickelt und verbessert werden. Im Interesse ihrer Versicherten möchten sie erreichen, dass das bisherige Benotungssystem für die 22.000 ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen durch eine unabhängige Einrichtung wissenschaftlich fundiert und ergebnisoffen evaluiert wird. So sollen Stärken und Schwächen bestimmt und die Ergebnisse in einer gemeinsamen Empfehlung der Pflegefachwelt, der Leistungserbringer, der Pflegekassen und der Interessenvertretung der Pflegebedürftigen aufgenommen werden.

Die Verbände halten es nach wie vor für erforderlich, dass die Pflegeeinrichtungen mittels einer Gesamtnote bewertet werden. Dies ist aus Sicht der Verbände notwendig, um einen schnellen Vergleich zwischen den Einrichtungen zu ermöglichen. Rückmeldungen von Versicherten zeigen ebenfalls, dass dieses Bewertungssystem überwiegend positiv aufgenommen wird. Aber auch die kritischen Stimmen seien wichtig und würden unter Berücksichtigung der bisherigen Erkenntnisse aufgegriffen. Kurzfristig müssen bestimmte Risikokritierien stärker in die Note einfließen. Um ein wirklichkeitsnahes Gesamtergebnis zu erhalten, sollte daher geprüft werden, wie Einzelkriterien aus der Bereichsnote "Pflege und medizinische Versorgung", aus denen sich die Gesamtnote zusammensetzt, gewichtet werden. Damit soll sichergestellt werden, dass wichtige pflegerische Aspekte, wie zum Beispiel die Dekubitusprophylaxe aus dem Bereich "Pflege und medizinische Versorgung", stärker berücksichtigt werden als beispielsweise ein gut lesbarer Speiseplan im Bereich "Wohnen und Verpflegung". Durch diese Gewichtung würde verhindert, dass Einrichtungen mit mehreren schlechten Bewertungen in besonders gesundheitsrelevanten Bereichen zu gut benotet werden.

Bei den Qualitätsbegutachtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen sollte eine "geschichtete" Stichprobe sicherstellen, dass alle relevanten Risikogruppen (zum Beispiel demenziell Erkrankte, Diabetes-Erkrankte) im Prüfbericht und in der Gesamtnote berücksichtigt werden.

Die Pflege-Transparenzvereinbarungen wurden vom GKV-Spitzenverband erstmalig im Jahre 2009 mit den Leistungserbringern, den Trägern der Sozialhilfe und der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände vereinbart. Auf dieser Grundlage haben die Medizinischen Dienste der Krankenkassen ab Juni 2009 erstmalig Qualitätsprüfungen in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen durchgeführt und diese benotet. Für die Veröffentlichung der Noten sind die Landesverbände der Pflegekassen zuständig. Seit Dezember 2009 stehen die Noten für rund 3.300 Pflegeeinrichtungen im Netz.

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