Zivilgesellschaftliche Organisationen brauchen mehr Flexibilität

(lifePR) ( Berlin, )
Jede siebte entwicklungspolitische und humanitäre Nichtregierungsorganisation ist von der Corona-Krise existenziell bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt VENRO in einer Umfrage unter seinen Mitgliedern. „Allgemein besteht eine große Unsicherheit darüber, wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickeln wird“, erklärt Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO.  

Aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens weltweit müssen viele Organisationen ihre Projekte neu ausrichten und an die durch die Corana-Pandemie veränderten Bedarfe der Bevölkerung anpassen. Projektaktivitäten verzögern sich oder können in geplanter Form nicht mehr stattfinden.

„Die Ergebnisse der Befragung unterstreichen, wie dringlich es ist, dass Anpassungen von Projektmaßnahmen von Seiten der Fördermittelgeber schnell und unkompliziert genehmigt werden“, so Bornhorst. „Nur eine flexible Handhabung ihrer Projektarbeit ermöglicht es den Organisationen, auf die veränderten Herausforderungen zu reagieren."

Rund ein Drittel der Mitgliedsorganisationen von VENRO, die an der Umfrage teilnahmen, verzeichnen bereits sinkende Einnahmen aus Spenden oder Fördermitteln. Gleichzeitig gaben 34 Prozent an, dass ihre Ausgaben durch Vorsorgemaßnahmen oder inhaltliche Anpassungen ihrer Projektarbeit steigen. 14 Prozent sind von der Krise existenziell betroffen.

„Die Bundesregierung sollte den Eigenanteil, den zivilgesellschaftliche Organisationen für eine Projektförderung aufbringen müssen, auf zehn Prozent senken“, so Bornhorst. „Die Reduzierung des Eigenanteils ist ein wirksamer Hebel, um Entwicklungs- und humanitäre Organisationen in ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen und ihre Vielfalt zu erhalten.“

 
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