Bildungsmedienverlage: Gerüstet für Veränderungen

(lifePR) ( Hannover, )
Die Mediennutzung in der Schule befindet sich im Wandel. Die deutschen Bildungsmedienverlage sind darauf mit einer Vielfalt an lehrplangerechten analogen und digitalen Medien eingestellt. 27 Verlage werden auf der didacta die Lösung "Digitale Schulbücher" präsentieren. Die Bildungsmedienbranche appelliert an die Politik, die demografische Entwicklung als Chance zu nutzen, um die Unterfinanzierung des Bildungssystems zu stoppen. Der Umsatz mit Bildungsmedien ging 2011 um drei Prozent zurück.

Anlässlich der didacta - die Bildungsmesse, die vom 14. bis 18. Februar in Hannover stattfinden wird, berichtete der Verband Bildungsmedien auf einer Pressekonferenz über Situation und Entwicklung der Bildungsmedienbranche im Jahr 2011.

Schule im Wandel

Das Schulsystem in Deutschland befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Anpassungsprozess. Immer weniger Schüler, neue Schulformen, eine stärkere Berufsorientierung sowie ein sich veränderndes Mediennutzungsverhalten stehen für diesen Wandel. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer erheblich, sollen doch Schülerinnen und Schüler differenziert und individuell gefördert werden. Wilmar Diepgrond, Vorsitzender Verband Bildungsmedien: "Bei diesen Herausforderungen unterstützen die Bildungsmedienverlage Lehrkräfte mit einem umfangreichen und lernplangerechten Programm an digitalen und analogen Medien. Die Verlage stellen professionell aufbereitete Inhalte für Bildungszwecke her, die Lehrerinnen und Lehrer die tägliche Arbeit erleichtern und zum Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern beitragen. Allerdings stellen wir fest, dass die dafür von den Schulträgern bereitgestellten Mittel seit Jahren sinken. Dabei bietet die demografische Entwicklung gerade jetzt eine Chance: Es wird immer weniger Schüler geben. Wenn die heute verfügbaren finanziellen Ressourcen nicht einfach zusammengestrichen werden, sondern auf Dauer im System bleiben, dann steht letztlich mehr Geld pro Schüler zur Verfügung."

Digitale Medien

Mit Blick auf den Einsatz von digitalen Bildungsmedien in Schulen betonte Diepgrond, dass die Verlage eine große Vielfalt an entsprechenden Produkten bereithalten: Digitale Schulbücher, Lern-Software, Medien für Whiteboards, Online-Portale, etc. Auf der didacta werden 27 deutsche Bildungsmedienverlage eine Preview-Version der Lösung "Digitale Schulbücher" vorstellen. "Digitale Schulbücher" ist eine offene Lösung, mit der Schulen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler Bücher verschiedener Verlage in einem Regal verwalten, lesen und nutzen können - online oder offline. Gleichzeitig warnte der Verband Bildungsmedien vor einer zu starken Fokussierung auf technische Aspekte. Es gehe vielmehr darum, didaktisch aufbereitete Inhalte zu schaffen, die Lehrende und Lernende effizient unterstützen. Genau dies sei die Kernkompetenz der Bildungsmedienverlage. Je nach Lernsituation könne es sinnvoll sein, diese Inhalte in analoger oder in digitaler Form zu publizieren. Es dürfe nicht blind in überambitionierte Technik investiert werden, wenn dafür keine entsprechenden Inhalte bereitstehen.

Branche in Zahlen

Der Umsatz mit analogen und digitalen Bildungsmedien für allgemein bildende Schulen, der auf Ausgaben von Ländern und Kommunen zurückgeht, sank im zurückliegenden Geschäftsjahr um drei Prozent und belief sich auf insgesamt 317 Mio. Euro. Hauptgründe dafür sind der Schülerrückgang sowie die Sparzwänge der Schulträger. In der Erwachsenenbildung ging der Umsatz mit Bildungsmedien um zwei Prozent gegenüber 2010 auf 71 Mio. Euro zurück, ebenfalls bedingt durch die negative demografische Entwicklung. Die Umsätze im Bereich Berufsbildung sanken 2010 auf 53 Mio. Euro. Das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr, in dem die Verlage 56 Mio. Euro erwirtschafteten. Der Anteil digitaler Bildungsmedien am Gesamtumsatz der Branche ist nach wie vor äußerst gering und hat sich gegenüber 2010 kaum verändert. Dies geht ebenfalls maßgeblich auf fehlende finanzielle Ressourcen der Schulträger zurück. Nach wie vor gibt es in keinem Bundesland gesonderte Budgets für digitale Bildungsmedien.
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