Sonntag, 19. November 2017


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Unrentabel: RWE überprüft jedes Kraftwerk

Alten Anlagen droht Abschaltung - Hartung fordert Änderung des EEG: Niemand investiert mehr

Essen, (lifePR) - Der Energiekonzern RWE überprüft derzeit die Rentabilität seiner Kraftwerke und leidet selbst bei den bislang profitablen Braunkohlekraftwerken unter schwindenden Erträgen. "Beim derzeitigen Preisniveau bekommen wir auch bei der Braunkohle ein Problem, vor allem bei den älteren Anlagen", sagte Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender des Kraftwerksbetreibers RWE Generation SE, den VDI nachrichten. "Diese Anlagen haben massive Schwierigkeiten, ihre Vollkosten zu verdienen."

Hartung geht davon aus, dass RWE um weitere Kraftwerksschließungen nicht herum kommt. "Wir finden momentan Marktrahmenbedingungen vor, die nicht in die Zukunft führen", so Hartung und verweist auf Wettbewerber, die bereits Kraftwerksschließungen beantragt haben. "Wir nähern uns damit einem Punkt, bei dem die Versorgungssicherheit nicht mehr jederzeit gewährleistet werden kann. Als Industriestandort können wir das in Deutschland nicht vertragen."

Die Bundesregierung müsse kurzfristig handeln und die Rahmenbedingungen verändern. "Allen ist klar, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das EEG, reformiert werden muss: Wir brauchen auch dringend Klarheit über das künftige Marktdesign. Wenn Investoren, die zum Beispiel für neue Gaskraftwerke Hunderte von Millionen Euro in die Hand genommen haben, mit den Anlagen aber nichts mehr verdienen können, dann ist das ein verheerendes Signal für die europäische und deutsche Energiepolitik", kritisiert Hartung. "Unter den heutigen Umständen investiert kaum einer. Das ist unerfreulich und kontraproduktiv für unseren Wirtschaftsstandort vor allem in Zeiten einer anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Hartung

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