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Sicherheitsexperten warnen vor Android-Apps

Verseuchte Apps können auch Unternehmen schädigen / Trend Micro erwartet 350.000 verseuchte Android-Apps bis Jahresende

(lifePR) (Düsseldorf, ) Das Sicherheitsunternehmen Trend Micro warnt Unternehmen vor Schäden durch verseuchte Apps. Seit immer mehr Mitarbeiter eigene IT-Geräte wie Smartphones und Tablets in Unternehmen nutzen, steige die Gefahr drastisch an, Opfer von Spionageprogrammen und Schadviren zu werden. "Wir werden 2013 eine Flut neuer Bedrohungen erleben, die durch Apps ausgelöst werden", prophezeit Raimund Genes, CTO von Trend Micro, in den VDI nachrichten. Dabei sind vor allem die Nutzer des Betriebssystems Android von Google betroffen. Anders als bei Apple gibt es neben dem offiziellen Google Play Store mit überprüften Android-Apps auch "freie" App-Stores. Dort gibt es auch Apps fragwürdiger Herkunft. So kann schnell Schadsoftware auf einem mobilen Endgerät landen.

Nach Angaben von Trend Micro hat sich die Zahl verseuchter Android-Apps 2012 in jedem Quartal fast versechsfacht: Am Ende des 1. Quartals hatte Trend Micro rund 5.000 Schadprogramme festgestellt, im 2. Quartal schon 30.000. Ende September waren es bereits 175.000 bösartige Android Apps. Bis zum Jahresende erwartet Genes einen Anstieg auf 350.000 Schad-Apps. "Android ist viel anfälliger, als es Windows jemals war, weil ALLE auf Android zugreifen und es verändern können", erklärt Genes. "Android ist unstoppable. Ich gehe davon aus, dass 2016 Android auch Marktführer auf dem PC sein wird."

Dabei verweist Genes zugleich auf das Problem, dass man Apps kaum überprüfen kann. "Man hat keine Chance zu überprüfen, was die App eigentlich alles macht, worauf sie Zugriff hat und wem sie welche Daten schickt. Will man die App haben, muss man akzeptieren."

"Die Gefahren sind schon sehr konkret", bestätigt auch Marco Preuss, Virenanalyst des europäischen Kaspersky-Labors, den VDI nachrichten. "Besonders den Mittelstand sehe ich in Gefahr. Es gibt viele kleine Mittelständler, die zum Schutz ihrer Daten gesetzlich verpflichtet sind." Dazu zählen Ärzte ebenso wie Versicherer oder Rechtsanwälte. Doch auch Mittelständler, die innovative Produkte herstellen, seien in Gefahr. "Wenn hier eingebrochen wird, geht es gleich ans Eingemachte für das Opfer, denn in diesen Fällen kann fehlende Sicherheit der Daten schnell zur existenzgefährdenden Sache werden."