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Prof. Schneck: Jetzt durch europäische Agenturen raten lassen

Ökonom: Vor allem Mittelständler sollten auf S&P, Fitch und Moody's verzichten

(lifePR) (Frankfurt, ) Besonders mittelständische Unternehmen sollten die Chance nutzen und sich nicht mehr durch die großen amerikanischen Agenturen S&P, Fitch und Moody's prüfen lassen, sondern durch die europäischen Ratingagenturen, die inzwischen zugelassen wurden. "Im Gegensatz zum oft undurchsichtigen Gebaren der Großen arbeiten auf den Mittelstand spezialisierte Agenturen sehr transparent und verlässlich", sagt Ottmar Schneck, Inhaber des Lehrstuhls für Banking, Finance & Rating an der European School of Business (ESB) der Hochschule Reutlingen, in den VDI nachrichten. Weiterhin bei den US-Agenturen zu bleiben, sei gar nicht notwendig. "Wir sind es, die den drei amerikanischen Agenturen ihre Macht verleihen. Wir vergeben die lukrativen Aufträge." Deshalb sei es gut, dass die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA Unternehmen und Staaten eine Alternative biete. "Mehr als 150 Ratingagenturen sind bereits dort akkreditiert", unterstreicht Schneck.

Zudem sei die Bedeutung der US-Agenturen gesunken. "Investoren setzen heute schon auf ihre eigenen Analysten", so Schneck, auch wenn ein "unabhängiges Urteil für den Markt" weiterhin notwendig sei. Aber der "Markt bildet sich selbst ein Urteil, wem er letztlich glaubt". Nicht möglich sei es allerdings, die Bedeutung von Ratingagenturen gesetzlich verordnet zurückzufahren. "Im Übrigen ist mir schleierhaft, wie eine Regierung den Einfluss von Meinungsäußerungen - und letztlich ist ein Rating nichts anderes als eine Meinung - begrenzen will."