Samstag, 26. Mai 2018


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"Nicht Panzer, Banken bedrohen Stabilität und Wohlstand"

Ischinger: Wir haben nicht mehr genug Geld für die Verteidigung

Düsseldorf, (lifePR) - Nicht mehr Panzer, sondern zu groß gewordene Banken sind aus Sicht von Wolfgang Ischinger, dem Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, die größte Bedrohung in der Welt. "Die Gefahr, die Bedrohung von Wohlstand und Stabilität, kommt nicht mehr von feindlichen tanks, sondern von - insolventen - banks", sagte Ischinger den am Freitag erscheinenden VDI nachrichten. Deshalb müssten sich die Staaten diesem Problem stellen und Vorkehrungen treffen, um solche Szenarien beherrschen zu können. "Es gilt vor allem zu vermeiden, dass Staaten gezwungen sind, Banken, die in eine Schieflage geraten sind, aufgrund ihrer schieren Größe und Bedeutung für die Volkswirtschaft retten zu müssen. Es ist daher wichtig, entsprechende Regulierungen zu erlassen, die auch die geordnete Abwicklung notleidender beziehungsweise insolventer Banken regeln."

Die Folge der Finanzkrise sei es, dass längst nicht mehr genügend Geld für die Verteidigung zur Verfügung stehe. "Die Finanzkrise muss uns Sorgen machen, weil die mögliche Folge ist, dass wir nicht mehr genug Geld haben für die Sicherheit. In Großbritannien ist das Verteidigungsbudget zweistellig zurückgefahren worden", ist Ischinger besorgt. "Die Fähigkeit, mit sicherheitspolitischen Fragen fertig zu werden, ist ein Problem des Westens. Zurzeit gehen global seit 13 Jahren zum ersten Mal die Rüstungsausgaben zurück." Während Länder wie China und die USA ihre Rüstungsausgaben hoch halten, müsse Europa eine neue Rolle finden. "Die künftige Rolle Europas kann sein zu zeigen, wie es friedlicher geht; dass Kriege keine Option mehr sind. Das sollten wir mit Selbstbewusstsein vertreten."

Scharf ins Gericht geht Ischinger mit der Politik in Europa und wirft ihr vor, den europäischen Gedanken zu vernachlässigen und wieder verstärkt nationale Interessen zu verfolgen. "Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie man sagt. Früher haben Minister nach EU-Sitzungen stolz gesagt: 'Heute ist Europa einen wichtigen Schritt weitergekommen.' Heute sehe ich allzu oft Staats- und Regierungschefs, die aus einer Sitzung kommen und sagen: 'Heute habe ich unsere nationalen Interessen erfolgreich verteidigt.' Dann darf man sich nicht wundern, wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, man müsse sich wehren gegen die Union."

Sie finden das Interview im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Ischinger

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