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Ethik-Forscher: Wowereit hat sich übernommen

Verantwortung für das Scheitern übernehmen - Strafverfahren wegen grober Fahrlässigkeit

(lifePR) (Berlin, ) Politiker sollten deutlich vorsichtiger mit der Übernahme von Aufsichtsratsmandaten und weiteren Funktionen umgehen. Das Beispiel des Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) zeige, dass die Kapazität eines Politikers begrenzt sei, sagte der Jenaer Ethik-Professor Nikolaus Knoepffler den VDI nachrichten. "Er hat sich zu viele Baustellen aufgehalst. Brennt es an einer Baustelle, kann Wowereit den Brand nicht mehr den Anforderungen entsprechend löschen, weil ihm die Detailkenntnisse fehlen."

Wowereit habe sich mit dem Vorsitz im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft übernommen, müsse nun aber auch die Konsequenzen aus seinem Scheitern tragen. "Kein Mensch - auch der Berliner Bürgermeister nicht - (hat) am Tag mehr als 13 oder 14 Stunden Kraft zur Arbeit. Wer hier übertreibt, bei dem ist früher oder später der Akku leer. Insbesondere wenn ein Manager versucht, seinen unzähligen Posten in Aufsichtsräten und Vorständen gerecht zu werden", so Knoepffler. "Das muss scheitern und das kann man dem Verantwortlichen auch vorhalten, wenn es sein muss auch über ein Strafverfahren wegen grober Fahrlässigkeit."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Knoepffler