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ESA will Subventionsbedarf für Ariane-Programm senken

OHB und Astrium entwickeln Produktionsszenario ohne öffentliche Zuschüsse

(lifePR) (Düsseldorf, ) Die Europäische Raumfahrtorganisation ESA will die hohen Subventionen für das Ariane-Programm von jährlich 120 Millionen Euro senken und prüft, wie man die Rakete deutlich günstiger und möglichst ohne Subventionen herstellen kann. Dazu hat die ESA nach Informationen der VDI nachrichten zwei Studien ausgeschrieben, für die sich die Bremer OHB Systems mit ihrer Tochter MT Aerospace und die EADS-Tochter Astrium mit der italienischen Avio beworben haben. Darin sollen die Unternehmen darstellen, wie sich Entwicklung, Bau und Betrieb der Ariane marktwirtschaftlicher und kostendeckend organisieren lässt. Derzeit wird die Ariane 5 federführend von Astrium gebaut.

Erste Ergebnisse der beiden Studien sollen Astrium und OHB bereits im Spätherbst rechtzeitig zum ESA-Ministerrat vorlegen, der über Einsparmöglichkeiten bei der Ariane-Produktion beraten soll. Die Studien sollen innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein.

Nach internen ESA-Schätzungen könnte die Rakete wenigstens 30 Prozent günstiger hergestellt werden, wenn allein die Aufträge nicht nach politischen Vorgaben, sondern nur nach der Leistungsfähigkeit der Zulieferer und ohne Länderproporz vergeben würden. Derzeit werden die Aufträge je nach Anteil der ESA-Mitglieder auf die Mitgliedsstaaten verteilt. Bau und Start einer Ariane-Rakete kosten rund 180 Millionen Euro. Diese Kosten will die ESA um mindestens 30 Prozent senken, das entspräche einer Summe von 54 Millionen Euro pro Flug. Jährlich starten sechs bis sieben Ariane-5-Raketen.