Montag, 25. Juni 2018


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Bundesbank: Bankenaufsicht nicht bei der EZB ansiedeln

Vorstand Nagel: Geldpolitik und Bankenaufsicht müssen getrennt werden

Frankfurt, (lifePR) - Die Deutsche Bundesbank lehnt auch nach dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und EZB-Chef Mario Draghi eine Bankenaufsicht durch die EZB ab. Obwohl Draghi nach dem Gespräch mit der Kanzlerin versichert hatte, es werde keine Interessenskonflikte geben, sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel den am Freitag erscheinenden VDI nachrichten, Geldpolitik und Aufsicht müssten getrennt werden. "Wenn Geldpolitik und Aufsicht unter einem Dach betrieben werden, können Interessenkonflikte entstehen, die das Ziel der Preisstabilität und unsere Unabhängigkeit beeinträchtigen", warnte Nagel. "Wenn es zu der Übertragung der Aufsicht an die EZB kommt, müssen Geldpolitik und Aufsicht klar voneinander getrennt werden."

Sollte es zu einer Bankenaufsicht unter dem Dach der EZB kommen, müsse sie Instrumente bekommen, um Banken zu restrukturieren. "Es müssten zum Beispiel Mechanismen entwickelt werden, um Banken zu restrukturieren, die in eine Schieflage geraten sind. Die Frage, ob alle Banken in der Währungsunion von der EZB beaufsichtigt werden sollen oder nur systemisch relevante Institute, ist derzeit noch offen."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Nagel

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