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Alcatel-Lucent: Mit Flatrates lässt sich das deutsche Breitbandnetz nicht ausbauen

Deutschland-Chef Dresselhaus verteidigt Vorstoß der Telekom, Vielnutzer stärker zu belasten

(lifePR) (München, ) Der Netzausrüster Alcatel-Lucent Deutschland hält es nicht für möglich, mit der heutigen Flatrate-Kultur den Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland zu finanzieren. Deutschland-Chef Wilhelm Dresselhaus hat deshalb den Versuch der Deutschen Telekom verteidigt, Vielnutzer stärker an den Kosten zu beteiligen. "Bei Flatrate-Modellen zahlen diese Menschen für Vielnutzer die Zeche mit. Daher ist es angemessen, wenn andere, die 100 Mbit/s und mehr haben wollen, dafür einige Euro mehr zahlen", sagte Dresselhaus den am Freitag erscheinenden VDI nachrichten. "Fakt ist: Das jetzige Tarifmodell behindert den Breitbandausbau - das lässt sich durch Volumentarifierung ändern. ... Mit der heutigen Flatrate-Kultur wird es keinen Breitbandausbau geben."

Die Pläne der Telekom, Vielnutzer zu bremsen oder aber finanziell stärker zu belasten, seien im Mobilfunk schon längst Realität. "Mobilfunker reduzieren ab einem gewissen Volumen schon längst die Geschwindigkeit", erinnert Dresselhaus. Das jetzige Tarifmodell mit Flatrates werde dazu führen, dass der notwendige Ausbau der Breitbandnetze nicht finanzierbar sei. "Mit neuen, breitbandigeren Netzen verdienen die Betreiber nicht automatisch mehr Geld. Sie müssen auf der einen Seite massiv investieren, um überhaupt das Geschäftsmodell aufrechtzuerhalten, während sie auf der anderen Seite nicht unbedingt steigende Einnahmen haben."

Je nach Standard koste der Ausbau des Breitbandnetzes zwischen 60 und 80 Milliarden Euro. "Das kann sich keiner leisten." Deshalb rechnet Dresselhaus damit, dass die Investitionen gestreckt werden.

Das Interview lesen Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Dresselhaus