Samstag, 16. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 675066

Genauer hinschauen, liebe Finanzkontrolle!

iert Kritik der Eidg. Finanzkontrolle an der Sanierung des Weissensteintunnels

Herzogenbuchsee, (lifePR) - Die Kritik der Eidg. Finanzkontrolle an den Kosten für die Sanierung des Weissensteintunnels basiert auf einem sehr oberflächlichen Blick auf die Zahlen. Sie sollte genauer hinschauen und würde dabei erkennen: Ein Grossteil des Sanierungsbedarfes fällt nun nach hundert Jahren an, weil der Unterhalt der Linie sträflich vernachlässigt wurde. Dieser Sanierungsrückstand ist nicht der kommenden Instandstellung anzulasten. Interessanterweise scheint sich die Finanzkontrolle nie kritisch zu den 6.5 Milliarden für die überdimensionierte Tranjuranne geäussert zu haben.

Gemäss der Eidgenössischen Finanzkontrolle sind die 85 Millionen Franken für die Sanierung des Weissensteintunnels – von dem der Erhalt der Solothurn-Moutier-Bahn (SMB) abhängt – nicht gerechtfertigt. Die Finanzkontrolle ist für die Zahlen zuständig, das ist in Ordnung. Das Bundesamt für Verkehr BAV hatte ihre Kritik bestimmt berücksichtigt. Das BAV musste aber nicht nur auf die Zahlen hören, sondern auch die regionale Erschliessung und damit die zukünftige Entwicklung zweier Täler sowie soziale und Umweltaspekte berücksichtigen. Das hat es getan und darum den Sanierungsentscheid gefällt.

Tunnel hat seit Jahrzehnten Nachholbedarf

Der Sanierungsbedarf des Weissensteintunnels ist akut. Es mussten bereits Netze installiert werden, um Steinfall zu verhindern. Das beweist, dass der Unterhalt des Tunnels seit Jahrzehnten vernachlässigt wurde. So weit hätte es gar nicht kommen dürfen. Nun diesen ganzn kummulierten Nachholbedarf den heutigen Sanierungskosten anzulasten und bei der Zahlenkritik nicht zu berücksichtigen, ist unredlich.

Misst die Finanzkontrolle mit verschiedenen Ellen?

Der VCS staunt aus einem weiteren Grund über die undifferenzierte Kritik der Finanzkontrolle am Erhalt der regionalen Bahnverbindung. Gegenüber dem Bau der ‹Transjuranne› hatte sie scheinbar keine Bedenken. Dabei rechtfertigte das Verkehrsaufkommen die Baukosten für diese 6.5 Milliarden Franken schwere Autobahn in keiner Weise. Der Bauentscheid basierte auf keinerlei Bedarfsabklärungen sondern war rein politisch. Auch lösten die horrenden Betriebs- und Unterhaltskosten für das überdimensionierte Strassenprojekt keine Debatten aus.

VCS fordert Sanierung mit kundenfreundlichem Teilbetrieb der Bahn

Vor wenigen Tagen kommunizierte die BLS den Fahrplan für die Tunnelsanierung. Der VCS fordert, dass die Sanierung möglichst speditiv realisiert wird. Der Bahnbetrieb auf der Südseite soll mit möglichst wenigen Unterbrüchen aufrecht erhalten werden. Auf der Nordseite sind die massiven Einschränkungen , die der Busersatz mit sich bringt, möglichst kundenfreundlich abzufedern.

17'000 Unterschriften für die Solothurn-Moutier-Bahn

Der VCS sammelte 17'000 Unterschriften für den Erhalt der SMB und trug damit zur Anerkennung der regionalen Bedeutung der Linie bei und sie spart unsinnige Umwege. Als Zubringer auf die Stammlinien am Jurasüdfuss und im Laufental trägt sie zur umwelt- und klimaschonenden Mobilität von Pendler-, Schüler- und Tourismusverkehr bei. Der VCS wird die SMB mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen.

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