Mittwoch, 22. November 2017


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VCD: Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrsbereich sind nicht ausreichend

Verlagerung auf Schiene und Umweltverbund muss stärker im Fokus stehen

Stuttgart, (lifePR) - Die bisher im Verkehrsbereich getroffenen Maßnahmen, die klimaschädlichen Emissionen zu reduzieren, greifen deutlich zu kurz, kritisiert der ökologische Verkehrsclub (VCD) Baden-Württemberg angesichts der auch in 2015 erneut angestiegenen Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich, so das vorläufige Ergebnis des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zur Entwicklung der Treibhausgas(THG)-Emissionen.

Die Minderungsziele für Baden-Württemberg bis 2020 seien nach eigenen aktuellen Aussagen der Landesregierung im Verkehrssektor voraussichtlich nicht mehr einzuhalten, daher bedarf es im Hinblick auf die Minderungsziele bis 2050 einer besonderen Kraftanstrengung, die bisherige Entwicklung der THG-Emissionen im Verkehrsbereich umzudrehen, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. Der Fokus müsse verstärkt darauf gelegt werden, konsequent mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene sowie auf den Umweltverbund zu verlagern, so die Forderung des VCD. Nur mit weniger Güter- als auch Personenverkehr auf den Straßen könnten die Lärm-, Feinstaub- und Stickoxid-Belastungen dauerhaft reduziert und die Grenzwerte eingehalten werden.

Studien zeigten, dass 20 Prozent weniger Autoverkehr bei gleichzeitig stärkerer Nutzung des Fahrrads und des ÖPNVs entscheidend dabei seien, dass die Klimaschutzziele erreicht werden könnten, so der VCD. „Insbesondere die Lebens- und Aufenthaltsqualität in den Städten profitiert sehr stark von einem ausgeglichenen Mix der Verkehrsarten“, erklärt der VCD-Landesvorsitzende.

Dies erfordere jedoch ein Umdenken nicht nur bei den Bürgern, sondern vor allem auch auf der politischen Ebene, betont Matthias Lieb. So müsse endlich massiv in den Ausbau der Infrastruktur für den

öffentlichen Verkehr und den Radverkehr investiert werden. Hier habe die Politik die Chance, über das Steuerungsinstrument der Verkehrspläne auf Landes- und Regionalebene, die Weichen hin zu mehr Bus- und Bahnlinien und weniger Straßenneubau zu stellen. Doch leider ignoriere zum Beispiel der Entwurf des Regionalverkehrsplans für die Region Stuttgart das Klimaschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg.

Ferner müssten die Rahmenbedingungen wie Preisgestaltung, Taktung der Züge und eine garantierte Anschlussmobilität deutlich kundenfreundlicher gestaltet werden, damit schlussendlich der Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel gelänge, unterstreicht der VCD seine Forderungen.

Hintergrund:
Die aktuellen Auswertungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg für das Jahr 2015 belegten, dass die THG-Emissionen im Verkehrsbereich im Vergleich zum Referenzjahr um neun Prozent angestiegen seien. Insgesamt könne der Verkehrssektor seit 1990 keinen Rückgang der CO2-Emmissionen aufweisen. Zudem sei der Verkehrsbereich für rund ein Drittel der klimaschädlichen Emissionen in Baden-Württemberg verantwortlich.

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