Tag gegen Lärm: Verkehr mit allen Mitteln leiser machen

Technische Maßnahmen haben Grenzen - Verkehrsvermeidung und -beruhigung wirken sofort - Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen

(lifePR) ( Stuttgart, )
Anlässlich des morgigen Tags gegen Lärm fordert der ökologische Verkehrsclub VCD die Bundesregierung, Länder und Kommunen auf, alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zur Verringerung von Verkehrslärm umzusetzen. Denn

Lärm macht krank und die Straße ist weiterhin der Lärmverursacher Nummer Eins.

Der Krach des Straßenverkehrs belastet die Menschen gravierend und an Lärm kann sich der Körper auch nicht gewöhnen. Er reagiert mit der Ausschüttung von Stresshormonen, mögliche Folgen sind Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen bis hin zu Herzrhythmusproblemen - das gilt für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene.

Während all die Auswirkungen des Verkehrslärms bekannt sind, setzt die Politik immer noch einseitig auf passiven Lärmschutz, ohne die Ursachen des Verkehrslärms zu bekämpfen.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: "Noch immer werden nicht alle Möglichkeiten der Lärmreduzierung ausgeschöpft, vor allem fehlt es an einem umfassenden, verkehrsträger-übergreifenden Ansatz. Neben den Versuchen, Lärm auszusperren, beispielsweise mit Hilfe von Schallschutzfenstern, oder ihn technisch an Fahrzeugen und Reifen zu minimieren, was auch nur begrenzt hilft, müssen endlich nichttechnische Instrumente wie die Verkehrsvermeidung und -verlagerung angewandt werden."

Die Grundvoraussetzung ist aus Sicht des ökologischen Verkehrsclub VCD eine nach Lärmgesichtspunkten ausgerichtete Stadt- und Raumplanung. Hier spielen die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs und die Schaffung eines attraktiven öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) eine entscheidende Rolle. Denn Fakt ist, bester Lärmschutz ist Lärm, der gar nicht entsteht.

Darüber hinaus müssen die zur Verfügung stehenden verhaltensverändernden und ordnungspolitischen Instrumente konsequenter eingesetzt werden. Beispiel Tempolimits: wird das Tempo von 50 km/h auf 30 km/h abgesenkt, dann wird nicht nur der Lärm reduziert - und zwar um rund drei Dezibel, u. a. aufgrund des gleichmäßigeren Verkehrsflusses - sondern auch die Sicherheit wird erhöht.

Kommunen sollten darum für die Gestaltung des Verkehrs vor Ort mehr ordnungsrechtliche Möglichkeiten erhalten, so wie es die Verkehrsminister der Länder auf ihrer Frühjahrstagung im April gefordert haben. Umgekehrt müssen die Kommunen zeitlich beziehungsweise lokal begrenzte Geschwindigkeitsreduzierungen dort einführen, wo es im Rahmen der heutigen Gesetzgebung schon möglich ist.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender betont: "Damit die Lärmbelastung spürbar sinkt, brauchen wir zwingend eine verstärkte Umsetzung nichttechnischer Maßnahmen sowie ambitionierte politische Rahmenbedingungen. Allein technische Maßnahmen werden in den kommenden Jahren keine Entlastung bringen."

Schließlich appelliert der VCD an die Bevölkerung. Wir alle können Bus und Bahn statt des eigenen Autos nutzen. Wir können das Fahrrad in den Alltag integrieren - auch auf Schul- und Kitawegen. Wie viel Lärm durch Verkehr verursacht wird liegt nicht zuletzt an uns selbst. Kommunen und Politik sollten dafür positive Anreize setzen.
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