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Pressemitteilung BoxID: 732444 (Väteraufbruch für Kinder e. V)
  • Väteraufbruch für Kinder e. V
  • Eschersheimer Landstr. 23
  • 60322 Frankfurt/M.
  • http://www.vaeteraufbruch.de
  • Ansprechpartner
  • Rüdiger Meyer-Spelbrink
  • +49 (6627) 9150-434

Väter meinen - Allen Kindern beide Eltern

Jubiläumsveranstaltung 30 Jahre Väteraufbruch für Kinder

(lifePR) (Berlin/Frankfurt, ) Von Anfang an als Vater präsent und unersetzlich sein und nach einer Trennung auch bleiben. Dies war 1988 der Wunsch der „Gründerväter“ des Vereins. Sie wollten nicht nur eine Randerscheinung oder ferne Erinnerung im Leben ihrer Kinder sein, wie damals häufig üblich. Seitdem hat sich vieles getan.

Am 5. November 1988 fanden sich in Köln eine Hand voll Väter zusammen, die vor allem einen Wunsch hatten: Vater sein und bleiben in einer Zeit, in der von einem gemeinsamen Sorgerecht nach einer Trennung nur geträumt werden konnte und auch das Umgangsrecht sich im besten Fall auf alle 14 Tage am Wochenende beschr änkte. Das Familienrecht orientierte sich an tradierten Rollenmodellen: Als Vater hatte man hauptsächlich zu zahlen, betreuen und erziehen sollte die Mutter. Damit wollten sich die Gründungsväter des Vereins jedoch nicht zufrieden geben. Sie wussten, dass auch sie für ihre Kinder bedeutsam waren, und sie wollten weiterhin nach der Trennung ihre Vaterrolle in der Erziehung wahrnehmen. Die Gründung des Vereins Väteraufbruch für Kinder e.V. war damit beschlossene Sache.

Aus dieser Initiative ist mittlerweile der größte bundesweite Verein geworden, der auf ehrenamtlicher Basis Selbsthilfe und Beratung anbietet und sich dabei zunehmend nicht nur an Väter, sondern auch an Mütter und andere Mitbetroffene (z. B. Großeltern, neue Partner/innen) wendet, die in regionalen Kreisvereinen Hilfe, Beratung und Unterstützung finden.

Schon früh engagierte sich der Verein auch gesellschaftlich und politisch. Die Bedeutung der Väter und die Forderung nach dem gemeinsamen Sorgerecht waren seit jeher wichtige Ansinnen, der Erhalt des Kontaktes zu beiden Eltern Grundgedanke der gemeinsamen Arbeit. „Unser Motto „Allen Kindern beide Eltern“ ist uns dabei sowohl Ansporn als auch Verpflichtung“, verdeutlicht Uli Severin, Mitglied im Bundesvorstand des Väteraufbruch für Kinder e.V. das Motto des Vereins. Aus diesem Grunde wendete man sich mit der Zeit immer stärker nicht nur an Väter, sondern an Eltern allgemein.

Heute hat sich die Situation der Väter im Vergleich zur Situation vor 30 Jahren deutlich verbessert. Während sich die Politik eher zögerlich verhielt, haben vor allem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Bundesverfassungsgericht, auch unter Mitwirkung unseres Vereins, dafür gesorgt, dass die gemeinsame elterliche Sorge und Betreuung nach einer Trennung zunehmend die Regel sind. Auch die Akzeptanz von sorgenden Vätern in der Familie gewinnt an Bedeutung, was sich an der sehr erfreulichen Entwicklung der Inanspruchnahme des Elterngeld Plus ablesen lässt.

Haben sich die Ziele des Väteraufbruch für Kinder damit erfüllt? Nein, noch lange nicht, meint Severin. „Noch immer verlieren zu viele Kinder nach einer Trennung den Kontakt zu einem Elternteil. Noch immer werden Eltern zu wenig unterstützt und eher in den gerichtlichen Streit getrieben, was dann auch die Kinder belastet. Und von einer Elternschaft auf Augenhöhe auch nach einer Trennung sind wir noch meilenweit entfernt“. Themen wie verpflichtende Mediation, Verhinderung einer Eltern-Kind-Entfremdung oder eines Leitbildes der Doppelresidenz (Wechselmodell) sind in anderen Ländern längst erprobter und bewährter Standard – in Deutschland leider noch immer Wunschdenken.

Insofern bleibt für den Verein mit seinen rund 4.000 Mitgliedern auch weiterhin viel zu tun, um Kindern nach einer Trennung zu einem guten Aufwachsen mit beiden Eltern zu verhelfen.

Im Rahmen seiner Jubiläumsfeier am 08.12.2018 werden ab 18:00 Uhr im Maternushaus in Köln, Karl-Frings-Str. 1-3, noch einmal die wichtigsten Stationen der Vereinsentwicklung vorgestellt und ein Einblick in die heutige Arbeit des Vereins gegeben. Interessierte sind herzlich eingeladen, der Feier beizuwohnen. Informationen zum Verein sind unter https://vaeteraufbruch.de zu finden.