Mittwoch, 22. November 2017


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Eine Million Geflüchtete aus dem Südsudan in Uganda

Die UNO-Flüchtlingshilfe ruft dringend zur Unterstützung auf!

Bonn, (lifePR) - Die Zahl der Menschen aus dem Südsudan, die über die Grenze nach Uganda geflüchtet sind, hat jetzt eine Million erreicht. Uganda ist von der am schnellsten wachsenden Flüchtlingskrisen der Welt betroffen. Die UNO-Flüchtlingshilfe, deutscher Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), ruft die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung auf.

Über die letzten 12 Monate sind jeden Tag durchschnittlich 1.800 Menschen aus dem Südsudan über die Grenze nach Uganda gekommen. Jetzt hat die Zahl der Geflüchteten in Uganda eine Million erreicht. In den Nachbarländern Sudan, Äthiopien, Kenia, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik leben weitere eine Million Geflüchtete aus dem Südsudan. Im Land selbst geht man von zwei Millionen Binnenvertriebenen aus. 85 Prozent der Neuankömmlinge in Uganda sind Frauen und Kinder (unter 18 Jahren). Sie erzählen von barbarischen Gewaltakten im Südsudan, vor denen sie geflohen sind. Bewaffnete Gruppen brennen Häuser mit Menschen nieder, töten Zivilisten vor den Augen der Angehörigen, vergewaltigen Frauen und Mädchen und entführen Jungen.

Trotz des immensen Hilfsbedarfs ist die UNHCR-Hilfe in Uganda drastisch unterfinanziert. Von den benötigten 674 Millionen US-Dollar, die für die Unterstützung von Flüchtlingen aus dem Südsudan in Uganda benötigt werden, sind bislang etwa 21 Prozent eingegangen. "Uganda nimmt die Geflüchteten in beispielhafter Weise auf. So stellt ihnen die Regierung dort zum Beispiel ein eigenes Stück Land zur Verfügung, das sie selbst bebauen können", so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. "Aber die enorme Finanzierungslücke der UNHCR-Arbeit bedeutet, dass lebensrettende Hilfe nicht mehr geleistet werden kann."

Im Juni mussten in Uganda bereits Lebensmittelrationen für Flüchtlinge gekürzt werden. In den Flüchtlingssiedlungen im Norden Ugandas, gibt es in den Gesundheitsstationen nicht genügend medizinisches Personal und Medikamente. In den Schulen gibt es Klassen mit mehr als 200 Schülern und der Unterricht muss oftmals unter freiem Himmel abgehalten werden. Viele Flüchtlingskinder gehen gar nicht in die Schule, weil diese zu weit entfernt sind. „Die Situation in Uganda für die Geflüchteten kann nur durch die lebensrettende Arbeit des UNHCR verändert werden“, so Ruhenstroth-Bauer.

Aufgrund der großen Finanzierungslücke ruft jetzt die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des UNHCR, dringend zu verstärkter Hilfe auf. Die finanzielle Unterstützung der UNO-Flüchtlingshilfe kommt unmittelbar dem UNHCR zugute.

Weitere Informationen und Spenden online: www.uno-fluechtlingshilfe.de

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