Professor Hermann Heimpel für sein Lebenswerk geehrt

(lifePR) ( Ulm, )
Im Rahmen der 29. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Onkologischen Arbeitskreise Baden-Württemberg (ATO) wurde am 13. November 2010 in Ulm mit Prof. Hermann Heimpel eine ganz besondere Medizinerpersönlichkeit für sein Lebenswerk geehrt.Der Krebsverband Baden-Württemberg ist stolz darauf, mit Prof. Heimpel einen Menschen auszeichnen zu dürfen, der in maßgeblicher Art und Weise die Krebsheilkunde in Baden-Württemberg mitgeprägt hat.

"Ergebnisse guter klinischer Studien sind verlässlich, aber meist auch ein kleines bisschen falsch." In dieser Aussage Hermann Heimpels spiegeln sich nach Ansicht von Professor Walter Aulitzky, Vorsitzender des Krebsverbandes Baden-Württemberg, eine ganze Reihe der Facetten der Persönlichkeit Hermann Heimpels: "Er ist ein durchaus kritischer und selbstkritischer Wissenschaftler der ebenso analytisch scharf wie kreativ, schmunzelnd und auch humorvoll die Dinge betrachtet." Eigenschaften, die ihm genauso von seinem Nachfolger an der Ulmer Medizinischen Klinik Professor Hartmut Döhner attestiert werden: "Sicher sind es neben seiner wissenschaftlichen Reputation auch seine menschlichen Qualitäten, die ihn auszeichnen." Nach wie vor wird der langjährige Direktor der Inneren Medizin III (1969 bis 1996) nicht nur in seiner ehemaligen Klinik hoch geschätzt und gerne gesehen, nahezu täglich ist er in seinem Büro in der Klinik anzutreffen, sondern er ist nicht weniger über die Jahre als Ratgeber über die Ulmer Grenzen hinweg gefragt.

1969 an die noch junge Universität und medizinische Fakultät in Ulm berufen hat er von Anfang an dort die Forschung, Lehre, Krankenversorgung und akademische Selbstverwaltung wesentlich mitgeprägt. Seither hat er sich einen besonderen Ruf als Forscher, Lehrer und Arzt erworben, den eine besondere Patientenorientierung auszeichnet.

"Über die Ulmer Grenzen hinweg", hat Ministerin Dr. Monika Stolz Hermann Heimpel in ihrem Grußwort gewürdigt, "war er Motor des 1983 eingerichteten Landesbeirates Onkologie, dem er zwölf Jahre angehörte. Er ist einer der Grand Seigneurs der Krebsheilkunde mit einer besonderen Bedeutung für die Strukturentwicklung in Baden-Württemberg".

Professor Heimpel war einer der ersten die Anfang der siebziger Jahre die Idee eines Onkologischen Arbeitskreises an der Universität Ulm mit Feuereifer verfolgten, zu einer Zeit als es europaweit erst einen ähnlichen Arbeitskreis gab. Vor 30 Jahren zählte er dann zu den Initiatoren und Mitbegründern der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte (ATO) in Baden-Württemberg. Bewusst sollte die Arbeitsgemeinschaft nach seinem Willen ein fach- und später auch berufsgruppenübergreifenden Zusammenschluss der inzwischen siebzehn führenden Krebszentren im Land sein und wurde damit bundesweit zu einer immer noch einmaligen Institution.

Maßgeblich war Heimpel an der Definition der ersten Qualitätskriterien für Tumorzentren und Onkologische Schwerpunkte beteiligt, die Nachsorgeleitfäden Onkologie und Krebs trugen im weiten Zügen seine Handschrift und er war einer der Vorreiter der Modellprojekte zur Häuslichen Betreuung Schwerkranker, der späteren Brückenpflege. Damit wurde er ein Wegbereiter für die ambulante palliative Versorgung auch Schwerstkranker.

Als nicht müde werdender Wissenschaftler beschäftigt sich der inzwischen 80 Jährige nach wie vor mit seltenen angeborenen Blutkrankheiten. Für eine davon, die Congenitale Dyserythropoietische Anämie (CDA), hat er nach seinen Angaben, nach seiner Emeritierung das größte Register der Welt aufgebaut. Zu seinen großen Erfolgen zählen die Entdeckung eines bei der CDA veränderten Genes ebenso wie die Entwicklung der Knochenmarktransplantation in Ulm. Und er zeichnet verantwortlich für die Entwicklung Ulms zu einem erfolgreichen Schwerpunkt für experimentelle und klinische Leukämieforschung.

"Angehenden Ärzten eine fundierte medizinisch-ethische Kompetenz zu vermitteln war ein vorrangiges Ziel von Prof. Heimpel", so Professor Hubert Schrezenmeier, Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin, einer seiner Schüler und kollegialen Wegbegleiter. Nicht nur in Ulm engagierte sich Hermann Heimpel für eine Verbesserung der Medizinerausbildung, früher als Studiendekan und Dekan später im Präsidium des Fakultätenrates und Murrhardter Kreises und auch heute noch als Ratgeber. Auch heute noch hält er regelmäßig seine Vorlesung "Klinik für Vorkliniker" Stets darauf bedacht auch die "sozialen und psychosomatischen Aspekte" von Kranksein und Krankheit anzusprechen.

Prof. Hermann Heimpel feierte in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Prof. Aulitzky sagte hierzu in seiner Würdigung: "Er ist eine außergewöhnliche Arztpersönlichkeit, als leidenschaftlicher Wissenschaftler, engagierter Mediziner und begeisternder aber auch fordernder Lehrer. Wir wünschen ihm noch eine ganze Reihe Jahre bei guter Gesundheit. Und uns wünsche ich, dass er uns noch lange als Ratgeber erhalten bleibt."
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