Ultraschall und 3D-Videos für eine bessere Parkinsondiagnose

Team von HNO-Experte PD Dr. Gerd Fabian Volk in Leipzig mit 1. Posterpreis der DEGUM ausgezeichnet

(lifePR) ( Jena, )
Die Bewegungen sind verlangsamt. Der Gang ist auffällig. Der Körper zittert in Ruhe und das Gesicht wirkt maskenhaft. All das sind Merkmale, die ein Mediziner bewertet, wenn er einen Patienten untersucht, der an Parkinson leidet. Um die Diagnostik weiter zu verbessern, setzen PD Dr. Gerd Fabian Volk, Oberarzt der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Jena (UKJ), und seine Doktoranden auf eine Kombination aus dynamischem Ultraschall und 3D-Videos, um die mimische Muskulatur bei Patienten mit Morbus Parkinson zu analysieren. Dafür wurden sie nun beim Dreiländerteffen der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin in Leipzig (DEGUM) mit dem 1. Posterpreis ausgezeichnet.

„Bislang erfolgt die Einschätzung des Schweregrades einer Parkinsonerkrankung vor allem mittels klinischer Untersuchung des Patienten. Der Arzt beobachtet etwa die Beweglichkeit der Extremitäten oder das Gangbild. Trotz standardisierter Untersuchungsmethoden bleibt diese Einschätzung zu einem gewissen Grad subjektiv und unterliegt der persönlichen Erfahrung des Untersuchers. Wir versprechen uns durch den Einsatz neuer technischer Möglichkeiten die Schwere von Parkinson-Erkrankungen objektiver messen zu können und so beispielsweise den Effekt von Medikamenten besser abschätzen zu können“, erklärt Volk.

Hierbei arbeitet der HNO-Experte eng mit den Neurologen PD Dr. Tino Prell zusammen, der das Zentrum für Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation an der Klinik für Neurologie am UKJ leitet.

Ultraschall und 3D-Gesichtsaufnahmen sollen die Mimik des Patienten analysieren. „Unsere Probanden werden am Morgen, noch vor der Medikamenteneinnahme, gefilmt. Nach der Einnahme der Parkinsonmedikamente erfolgt eine zweite Videoaufnahme. Wir sehen sowohl in den automatischen Auswertungen der optischen Videoaufnahmen als auch in denen der Ultraschallfilme der Muskelbewegungen deutliche Unterschiede vor und nach der Medikamentengabe.“

Die Experten versprechen sich dadurch Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der medikamentösen Therapie ziehen zu können und folglich Medikamente besser einzustellen.

Volk sieht noch mehr Vorteile in der Kombination von Ultraschall und 3D-Videos: „Zukünftig könnten Patienten durch Telemedizin ohne aufwendige und unangenehme Transporte besser versorgt werden, da 3D-Videos inzwischen bereits in den ersten Smartphones verbaut sind. Eine Kontrolle der korrekten Einstellung einer Parkinson- Therapie könnte also zukünftig durch eine Smartphone-App erfolgen.“
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