Dienstag, 21. August 2018


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Beschäftigte können arbeitsfreie Zeiten langfristig ansparen und nutzen

Heidelberg, (lifePR) - .
- Neuer Tarifvertrag "Langzeitkonten und Demografie" für die baden-württembergischen Universitätsklinika abgeschlossen
- Flexible Modelle für den Übergang in den Ruhestand, Familienzeiten und Qualifikation
- 24.000 Beschäftigte an vier Standorten

Beschäftigte der baden-württembergischen Universitätsklinika können ab 1. Januar 2014 unter günstigen Konditionen Teile ihres Gehalts ansparen, um einen gleitenden Übergang in den Ruhestand oder Freistellungen für Kinderbetreuung, Angehörigenpflege, Qualifizierung oder Sabbatjahre zu finanzieren. Möglich macht dies der neue Tarifvertrag "Langzeitkonten und Demografie", den die Universitätsklinika und die Gewerkschaft ver.di am 1. Oktober 2013 unterzeichnet haben und der im neuen Jahr in Kraft treten wird. Der Vertrag gilt für rund 24.000 Beschäftigte der Standorte Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Ulm und hat eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren. Die Universitätsklinika geben eine Anschubfinanzierung von 3,75 Millionen Euro für rentennahe Jahrgänge, die mit ihrer verbleibenden Arbeitszeit keine nennenswerten Beträge mehr ansparen können.

Die Langzeitkonten sollen Beschäftigte in ihrer persönlichen Lebenssituation unterstützen, sei es bei altersgerechtem Arbeiten und flexiblen Übergängen in den Ruhestand, bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der beruflichen Weiterentwicklung. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich Tag für Tag mit hohem Engagement für die Versorgung schwerkranker Patienten ein", erklärt die Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg Irmtraut Gürkan. "Wir bieten ihnen langfristig attraktive Arbeitsplätze an. Der neue Tarifvertrag Langzeitkonten und Demografie ist dabei ein wichtiger Baustein."

Zuschläge, Sonderzahlungen und Teile des Gehalts einbringen

Der Tarifvertrag ermöglicht es den Beschäftigten, individuell ein Langzeitkonto einzurichten, in das sie Zuschläge, Sonderzahlungen und Teile des Gehalts einbringen können. Der Arbeitgeber zahlt entsprechend die Sozialversicherungsbeiträge ein. Die Konten werden ausschließlich in Geldwerten geführt, die dann bei Bedarf abgerufen werden können. Ein Treuhänder sorgt für die Sicherheit der eingebrachten Gelder.

Die Verträge werden nach ausführlicher Beratung individuell erstellt. Dazu gehören Absprachen, über welchen Zeitraum welche Beiträge angespart und für welchen Zweck diese dann wieder abgerufen werden. So ist es z.B. möglich, vor Erreichen des Rentenalters beruflich kürzer zu treten oder ganz freigestellt zu werden bei entsprechendem Lohnausgleich. "In der Pflege beispielsweise kann die Arbeit physisch und psychisch sehr anstrengend sein. Pflegekräfte können Auszeiten nehmen oder vor dem Ruhestand ihre Arbeitszeit reduzieren und die damit verbundenen Gehaltseinbußen durch das Geld aus dem Langzeitkonto kompensieren" erklärt Stephanie Wiese-Hess, Leiterin des Geschäftsbereichs Personal. Auch wer Kinder betreuen oder Angehörige pflegen möchte, kann sein Langzeitkonto dafür nutzen. "Hier werden sicherlich die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den nächsten Jahren weiter wachsen", sagt Stephanie Wiese-Hess. Dies treffe auch auf Freistellungen zur beruflichen Weiterqualifikation zu, z.B. im Rahmen eines Aufbaustudiengangs.

Größter Arbeitgeber in Heidelberg

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist mit rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das größte Universitätsklinikum in Baden-Württemberg und der größte Arbeitgeber in Heidelberg; es bildet hochqualifizierte medizinische Nachwuchskräfte aus. Für die Rhein-Neckar-Region und darüber hinaus bietet das Klinikum Hochleistungsmedizin auf internationalem Niveau. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt.

Universitätsklinikum Heidelberg

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

www.klinikum.uni-heidelberg.de

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