Donnerstag, 21. September 2017


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UKE-Forscher prüfen neue Therapie gegen Prostatakrebs

Martini-Klinik an europaweiter Studie beteiligt

Hamburg, (lifePR) - In der Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sind die ersten Prostatakrebspatienten mit der sogenannten fokalen photodynamischen Therapie erfolgreich behandelt worden. Die Behandlung richtet sich an Patienten mit nur geringem Risiko für einen schnell wachsenden Prostatakrebs. In einer europaweiten Phase-3-Studie, bei der die Martini-Klinik eines von neun Studienzentren in Deutschland bildet, wird die fokale Therapie auf ihre Wirksamkeit geprüft. Bis zum kommenden Frühjahr sollen 30 bis 50 Patienten in der Martini-Klinik behandelt werden.

"Erste Ergebnisse sind vielversprechend. Die Wirksamkeit des Verfahrens muss jedoch noch mit den etablierten Behandlungsmethoden, insbesondere der nerverhaltenden operativen Prostataentfernung, verglichen werden", sagt Priv.-Doz. Dr. Georg Salomon, leitender Arzt der Martini-Klinik. Unter Leitung von Dr. Salomon und Dr. Jonas Schiffmann wurden die ersten fokalen Therapien bei sehr früh erkannten und langsam wachsenden Prostatakarzinomen durchgeführt. Die fokale Therapie beruht im Gegensatz zu den anderen etablierten Verfahren auf einer Teilbehandlung der Prostata: Eine photoaktive Substanz wird intravenös verabreicht und unter Anwendung eines Laserlichtes nur an dem zu behandelnden Areal aktiviert. Dort kommt es aufgrund physikalisch-biologischer Prozesse zu einem Gewebeuntergang und der gewünschten Tumorzerstörung. Durch die gezielte Behandlung bleibt die Prostata im Ganzen weitgehend erhalten, Harnröhre und Gefäßnervenbündel werden nicht geschädigt.

Das Verfahren richtet sich an eine ausgewählte Patientengruppe mit einer sehr niedrigen Tumorlast. Von den früh entdeckten Tumoren kommen hierfür etwa zehn Prozent in Frage.

Erste Ergebnisse hatten gezeigt, dass bei über 80 Prozent der auf diese Weise behandelten Patienten innerhalb eines Jahres die Kontrollgewebeentnahmen in dem therapierten Areal keine Tumorzellen mehr nachweisen - ein Indiz für die Experten, dass die Tumoraktivität dort zum Stillstand gekommen ist.

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