Mittwoch, 24. Mai 2017


  • Pressemitteilung BoxID 544671

Institut für Physik am bisher größten EU Forschungs- und Innovationsprogramm beteiligt

(lifePR) (Rostock, ) Für die Universität Rostock ist es das erste derartige Projekt: Die Arbeitsgruppe Theoretische Quantenoptik (Institut für Physik) ist am bisher größten Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union "Horizon 2020" (Gesamtvolumen 80 Milliarden Euro) beteiligt. Für die Rostocker Physiker heißt das, die von ihnen erarbeiteten Methoden zur Charakterisierung von Quanteneffekten von Licht und Materie für praktische Anwendungen weiterzuentwickeln. Die Förderungszusage der EU ermöglicht, gemeinsam mit Partnern der Universitäten in Paris, Oxford, Lille, Paderborn und Rom, die Realisierung des Verbundprojektes mit der Kurzbezeichnung QCUMbER - salopp "Quanten-Gurke".

Insgesamt rund 3,2 Millionen Euro verteilt die EU in den nächsten drei Jahren aus "Horizon 2020"-Mitteln an die beteiligten Universitäten. Die Rostocker Gruppe koordiniert für das Gesamtprojekt die Forschung auf dem Gebiet der theoretischen Physik. "Die Förderung ermöglicht den Ausbau der zukunftsweisenden Quantentechnologie und hier in Rostock die Finanzierung von zwei zusätzlichen Doktorandenstellen", sagt Arbeitsgruppenleiter Professor Werner Vogel.

Quantentechnologien haben sich weltweit zu einem Forschungsschwerpunkt der modernen Physik entwickelt. Ziel ist dabei, die Grenzen der klassischen Physik mit Hilfe von Quanteneffekten zu überwinden. Dies betrifft beispielsweise die Entwicklung hochpräziser Messprinzipien, Techniken der sicheren Datenübertragung bis hin zur Entwicklung von Quantencomputern. Diese Forschungsthemen wurden in den letzten Jahrzehnten durch enorme Fortschritte in Gebieten wie Lasertechnologie und Quanteninformatik möglich.

Für die praktische Anwendung von Quanteneffekten sind zunächst Methoden zu deren Nachweis und zur Charakterisierung von deren Eigenschaften von großer Wichtigkeit. Solche Fragestellungen bilden seit etwa 15 Jahren einen der Forschungsschwerpunkte der Rostocker Arbeitsgruppe, die zu dieser Problemstellung eine Reihe neuartiger Methoden entwickelt hat, insbesondere auch zur Charakterisierung der für QCUMbER wichtigen Quanten-Verschränkung.

QCUMbER steht für "QuantumControlled Ultrafast Multimode Entanglement and Measurement" (Quanten-kontrollierte ultraschnelle Vielmoden Verschränkung und Messung). Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung theoretischer Grundlagen und experimenteller Techniken zur Anwendung der Phänomene der Quantenphysik in neuartigen Quantentechnologien, insbesondere auf sehr kurzen Zeitskalen und in komplexen Systemen.

Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe Theoretische Quantenoptik unter: http://www.agqo.uni-rostock.de/theoretical/

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Kindergeld gibt es auch noch nach dem Abitur

, Bildung & Karriere, Agentur für Arbeit Karlsruhe

Bald endet für viele Abiturientinnen und Abiturienten die Schule. Oft sind die Eltern verunsichert, wie es mit der Zahlung des Kindergeldes weitergeht....

Erfolgreicher Start ins Studium an der TH Wildau mit Vorbereitungskursen in Mathematik, Physik, Englisch, Informatik und Technische Mechanik

, Bildung & Karriere, Technische Hochschule Wildau [FH]

Für einen erfolgreichen Studienstart zum Wintersemester 2017/2018 bietet die Technische Hochschule Wildau ab August 2017 Vorbereitungsku­rse...

Hightech für Nachwuchsforscher in Nürnberg: Am Martin-Behaim-Gymnasium lädt der InnoTruck des BMBF zum Experimentieren ein

, Bildung & Karriere, BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung

Vom 31. Mai bis 2. Juni 2017 besucht die neue Initiative InnoTruck des Bundesforschungsmini­steriums auf ihrer bundesweiten Tour das Martin-Behaim-Gymnasium...

Disclaimer