Sonntag, 26. Februar 2017


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Chemie-Nobelpreisträger Richard R. Ernst spricht am 6. Mai im Audimax der Universität

(lifePR) (Paderborn, ) Der Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Richard R. Ernst ist am Donnerstag, 6. Mai, zu Gast beim Jungchemikerforum Paderborn und hält einen Vortrag zum Thema "Die interkulturelle Passion eines Naturwissenschaftlers: Tibetische Malkunst, Pigmentanalyse, und Wissensvermittlung an tibetische Mönche und Nonnen". Der Vortrag beginnt um 17.15 Uhr im Audimax der Universität Paderborn. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Infos über das Jungchemikerforum im Internet: groups.uni-paderborn.de/jcf.

Richard R. Ernst wurde 1933 in der Schweiz geboren, studierte Chemie an der ETH Zürich und promovierte dort 1962 auf dem Gebiet der NMR-Spektroskopie. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in den USA und einer anschließenden Asienreise, bei der er sein Interesse für asiatische Kunst und Kultur entwickelte, kehrte er 1968 an die ETH Zürich zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1998 forschte und lehrte. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er 1991 den Nobelpreis für Chemie für seine Verdienste auf dem Gebiet der hochauflösenden Kernspinresonanzspektroskopie (NMR-Spektroskopie von engl. nuclear magnetic resonance).

Auf seiner Asienreise im Jahr 1968 entdeckte Richard R. Ernst in Nepal die farbenfrohen tibetischen Rollbilder, so genannte Thangkas, und beschäftigte sich infolge dessen mit den philosophischen Hintergründen dieser Malereien. Heute besitzt er eine beträchtliche Sammlung dieser Kunstwerke und führt Pigmentanalysen durch, um der Zusammensetzung der verwendeten Farben auf die Spur zu kommen. Des Weiteren engagiert sich Ernst im Rahmen des 2001 gegründeten Projektes "Science meets Dharma" für die Wissensvermittlung an tibetische Mönche und Nonnen. Durch die Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundlagen soll ein Einblick in die westliche Denkweise ermöglicht und der Ost-West-Dialog gefördert werden. In einer ersten Phase hat sich in Südindien die Durchführbarkeit des Projektes gezeigt. Seit 2006 ist das Projekt in der zweiten Phase, in der die Ausbildung lokaler Lehrkräfte gefördert wird, um eine Ausdehnung des Projektes auf weitere Klöster zu ermöglichen.

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