Montag, 18. Dezember 2017


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Hannover Messe: Sensibles Messgerät und Meerestechnik

Universität mit neuesten Entwicklungen im Bereich der Windenergie und marinen Umweltwissenschaften vertreten

Oldenburg, (lifePR) - Zwei Mal ist die Universität Oldenburg auf der Hannover Messe vom 23. bis 27. April vertreten. Die Arbeitsgruppe Marine Sensorensysteme stellt am Gemeinschaftsstand Niedersachsen (Halle 2, Stand 27) Forschungen zur Marinen Umweltbeobachtung vor und gibt einen Ausblick auf den in Kooperation mit der Jade Hochschule geplanten ingenieurtechnischen Bachelor-Studiengang "Meerestechnik" sowie den Master-Studiengang "Marine Sensorik". Am Gemeinschaftsstand "Energie" des Landes Niedersachsens (Halle 27, Stand E50) präsentiert ForWind, das Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen, neueste Entwicklungen im Bereich der Windenergie sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Das Erfassen mariner Prozesse unter dem Einfluss langfristiger Veränderungen und kurzfristiger Ereignisse - das ist das Ziel der Arbeitsgruppe Marine Sensorsysteme des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM). Auf der Messe präsentieren die WissenschaftlerInnen um den Oldenburger Meereswissenschaftler Prof. Dr. Oliver Zielinski eine Steuerungstechnologie für marine Plattformen - so genannte Floats. Sie lassen sich für das Umweltmonitoring sowie zur Gefahrenbekämpfung einsetzen, beispielsweise zur Langzeiterfassung von Algenblütenereignissen oder Ölunfällen. Durch eine Koppelung intelligenter Regelungsalgorithmen mit hydrographischen Informationen sowie durch ein neu konzipiertes komplexes Haltessystem kann die marine Plattform zielgenau eingesetzt werden.

Das Float bildet einen ersten Baustein zu einem unfassenden marinen Umwelt-Sicherheitssystem, das von Satelliten über Flugzeuge und Schiffe bis hin zu mobilen Unterwasserplattformen und Meeresobservatorien reicht. Es entsteht in Kooperation der Oldenburger Meerestechniker mit den Unternehmen OPTIMARE und der University of Southern Denmark.

Auf der Messe informieren die WissenschaftlerInnen zudem über den neuen ingenieurtechnischen Bachelor-Studiengang "Meerestechnik" an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven und den Master-Studiengang "Marine Sensorik" an der Universität Oldenburg. Die Studiengänge sind in einer bundesweit einmaligen Kooperation zwischen Hochschule und Fachhochschule im Bereich Meerestechnik entwickelt worden. Sie sind ein wichtiger Schritt in Richtung des derzeit in Planung befindlichen Zentrums für Meerestechnik in Wilhelmshaven. Dieses Zentrum soll die meerestechnischen Kompetenzen beider Einrichtungen bündeln und die grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung vernetzen.

Das Messsystem "MULTI-LIDAR", das von ForWind an der Universität Oldenburg entwickelt wird, basiert auf der Fernerkundungsmethode LIDAR (Light Detection and Ranging) und misst Luftströmungen mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung. Im Vergleich zu anderen Geräten kann es auch in inhomogenen Strömungen lokal den 3D-Windvektor messen. Von den Messdaten des Windscanners erwarten die WissenschaftlerInnen wertvolle Erkenntnisse über die Strömungsverhältnisse bei Windenergieanlagen und Windparks.

Als weiteres Exponat präsentiert ForWind das 2D-Laser-Cantilever-Anemometer (2D-LCA): einen Sensor zur Messung von Windgeschwindigkeiten in zwei Raumrichtungen. Das sensible Messgerät erfasst selbst kleinste Fluktuationen in der Strömung. Damit lassen sich Turbulenzen charakterisieren, die für viele Bereiche der Industrie und Forschung von Bedeutung sind.

Zudem demonstriert ForWind auf der Hannover Messe ein Verfahren zur dynamischen Bestimmung von Leistungskennlinien, das wesentlich präzisere Daten liefert als herkömmliche Verfahren. Interessierte können sich auf der Messe über das Weiterbildende Studium Windenergietechnik und -management sowie über das weltweit einmalige Offshore-Windstudium informieren, das im kommenden Oktober startet. Das Studium richtet sich an Fach- und Führungskräfte der Windenergiebranche sowie Quereinsteiger. Die ForWind-Academy kombiniert in ihren Seminaren praxisbezogene Fragestellungen mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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