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Prof. Dr. Clarissa Vierke ist neue Professorin für Literaturen in afrikanischen Sprachen

(lifePR) ( Bayreuth, )
Seit dem 1. Mai 2014, dem Tag der Arbeit, krempelt Clarissa Vierke als Professorin für Literaturen in afrikanischen Sprachen an der Universität Bayreuth die Ärmel hoch, gibt es doch viel zu tun: Ihre Professur ist die einzige ihrer Art in Deutschland und etwa 2.000 Sprachen und vielfältige Literaturtraditionen gibt es in Afrika zu erforschen!

Nach ihrem Studium der Afrikanistik, Ethnologie und Literaturen in afrikanischen Sprachen an der Universität Bayreuth und später an der Rijksuniversiteit Leiden in den Niederlanden hat Clarissa Vierke innerhalb der BIGSAS, der Bayreuther Internationalen Graduiertenschule für Afrikastudien, promoviert. Die Afrikastudien der Universität Bayreuth nehmen seit Jahren eine internationale Spitzenposition ein; die BIGSAS (Bayreuth International Graduate School of African Studies) ist Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder.

Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu ostafrikanischen Poetiken bekam sie 2012 den Wissenschaftspreis des Universitätsvereins Bayreuth e.V. und 2013 den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dieser Preis gilt als der bedeutendste Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Mit der Auszeichnung von Clarissa Vierke wurde der Preis erstmalig in seiner Geschichte für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Afrikastudien verliehen.

Bei den Bayreuther Afrikawissenschaften liegt ein besonderer Fokus auf dem Swahili, der jahrhundertealten Verkehrs- und Handelssprache Ostafrikas mit einem reichen literarischen Erbe. Jährlich findet an der Universität Bayreuth das internationale Swahili-Kolloquium statt, das Spezialisten aus aller Welt ins Oberfränkische führt. Den Swahili-Schwerpunkt der Universität Bayreuth kennt Prof. Dr. Clarissa Vierke gut: Schon als Studentin hat sie beim Kolloquium mitgearbeitet und dabei ihre Liebe zum Swahili entdeckt. Den Bayreuther Swahili-Schwerpunkt möchte die 34-jährige Wissenschaftlerin weiterführen, ausbauen und auch neue Akzente setzen. Gemeinsam mit einer belgischen Kollegin leitet sie derzeit ein Forschungsprojekt zu Swahili-Varietäten und -Texten im Norden Mosambiks, das neue Erkenntnisse zur Swahili-Kulturgeschichte verspricht. Im Juni 2014 soll das von der Bayreuther BIGSAS und der Thyssen-Stiftung geförderte Symposium 'New Dynamics in Swahili Studies' neue interdisziplinäre Perspektiven für die Swahili Studies ausloten. Das Symposium wird die Bayreuther Afrikanistin zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Leipzig veranstalten.

Wichtig ist Prof. Dr. Clarissa Vierke vor allem, sich nicht hermetisch auf Swahili-Texttraditionen zu beschränken, sondern eine breitere, komparatistische Forschung über Sprachgrenzen hinweg anzugehen. "Zum einen möchte ich Literaturen in afrikanischen Sprachen gerne an weitere Debatten der Literaturwissenschaft anschließen und sie damit in die aktuell neu entflammte Diskussion zur Weltliteratur einbringen. Zum andern möchte ich mich selbst nicht nur auf Swahili-Wortkunst und ihre Beziehung zu europäischer Literatur festlegen, sondern mich auch dem Vergleich zu anderen afrikanischen Sprachen und ihren Literaturen verschreiben. Gern möchte ich auch die Verbindungen afrikanischer Literaturen über den Atlantik nach Südamerika ausloten", erläutert die Bayreuther Afrikanistin ihre Forschungsziele. "In der Lehre", fügt Prof. Dr. Clarissa Vierke hinzu, "ist es mir wichtig, Studierende für die reiche Wortkunst Afrikas, von oralen Traditionen bis hin zu zeitgenössischen Romanen, zu begeistern."

Die Professur für Literaturen in afrikanischen Sprachen an der Universität Bayreuth hatte seit 1997 Prof. Dr. Said A. M. Khamis inne, der 2012 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Mit seinen international ausgewiesenen Forschungskompetenzen und seinem Engagement für die Studierenden hatte er den Bayreuther Afrikaschwerpunkt wesentlich mitgeprägt.

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Die Universität Bayreuth ist eine junge, forschungsorientierte Campus-Universität. Gründungsauftrag der 1975 eröffneten Universität ist die Förderung von interdisziplinärer Forschung und Lehre sowie die Entwicklung von Profil bildenden und Fächer übergreifenden Schwerpunkten. Die Forschungsprogramme und Studienangebote decken die Natur- und Ingenieurwissenschaften, die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Sprach-, Literatur und Kulturwissenschaften ab und werden beständig weiterentwickelt. Gute Betreuungsverhältnisse, hohe Leistungsstandards, Fächer übergreifende Kooperationen und wissenschaftliche Exzellenz führen regelmäßig zu Spitzenplatzierungen in Rankings. Die Universität Bayreuth belegt 2014 im weltweiten Times Higher Education (THE)-Ranking '100 under 50' als eine von insgesamt sechs vertretenen deutschen Hochschulen eine Top-Platzierung. Seit Jahren nehmen die Afrikastudien der Universität Bayreuth eine internationale Spitzenposition ein; die Bayreuther Internationale Graduiertenschule für Afrikastudien (BIGSAS) ist Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Die Hochdruck- und Hochtemperaturforschung innerhalb des Bayerischen Geoinstituts genießt ebenfalls ein weltweit hohes Renommee. Die Polymerforschung ist Spitzenreiter im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Universität Bayreuth verfügt über ein dichtes Netz strategisch ausgewählter, internationaler Hochschulpartnerschaften. Derzeit sind an der Universität Bayreuth rund 13.000 Studierende in 135 verschiedenen Studiengängen an sechs Fakultäten immatrikuliert. Mit ca. 1.200 wissenschaftlichen Beschäftigten, davon 224 Professorinnen und Professoren, und rund 900 nichtwissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universität Bayreuth der größte Arbeitgeber der Region.

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