Montag, 22. Mai 2017


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Perspektiven für Tunesiens Speicherburgen

Professor Herbert Popp und ein tunesischer Kollege zeigen Chancen für überaus wertvolles kulturelles Erbe auf

(lifePR) (Bayreuth, ) In einem laufenden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt, das Professor Dr.Herbert Popp, Inhaber des Lehrstuhls für Stadtgeographie an der Universität Bayreuth, seit 2009 zusammen mit Professor Dr. Abdelfettah Kassah von der tunesischen Universität Sfax über den Umgang mit den kulturlandschaftlich eindrucksvollen Gebäuden der berberischen Speicherburgen Südtunesiens unter den Zielen eines Kulturerbes und eines Kulturtourismus bearbeitet, haben beide Autoren soeben einen Erfolg verbucht.

Popp und Kassah veröffentlichten einen 400 Seiten starken Band in französischer Sprache - bestehend aus wissenschaftlicher Analyse, touristischem Verwertungspotenzial und einer atlasartigen Dokumentation,über "Südtunesische Speicherburgen. Illustrierter Atlas eines kulturellen Erbes". Dieser aufwändig konzipierte Band in opulenter Ausstattung mit Karten, Fotos, Schrägluftaufnahmen und Satellitenbildern umfasst sämtliche 92 Speicherburgen des Landes, für die nicht nur eine detaillierte Bestandsaufnahme, sondern auch Hinweise und Vorschläge für eine künftige Nutzung gegeben werden. Diese Inventarisierung erfolgte auf der Basis eigener Geländearbeit.

Diesen Band haben beide Autoren, ergänzt durch Fachreferate, anlässlich des "Internationalen Festival der saharischen Speicherburgen" in Tataouine in Südtunesien vorgestellt und der Öffentlichkeit übergeben."Die Reaktion der Teilnehmer sowie das Medienecho waren nicht nur lebhaft, sondern überschwänglich", so Professor Dr.Popp. "Das Buch wurde als Meilenstein in der Erforschung und künftigen Umnutzung der Speicherburgen gefeiert." Mehrere Fernsehbeiträge, Radiointerviews und Diskussionen der Festival-Teilnehmer vor Ort machten aus der Buchpräsentation ein Medienereignis.Der Gouverneur von Tataouine betonte den hohen Anwendungsbezug des deutsch-tunesischen Forschungsprojektes.Der tunesische Staatspräsident, Zine El Abidine Ben Ali, dankte in einem Schreiben den beiden Wissenschaftlern für ihre Arbeit.

Die Forschungen gehen weiter, sowohl in Tunesien als auch in Marokko. Das Projekt läuft noch bis zum Jahr 2012.

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