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Pressemitteilung BoxID: 341877 (Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) e.V.)
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Update Tarifkonflikt DLH: Die Lufthansa räumt Missverständnisse ein

(lifePR) (Mörfelden-Walldorf, ) Für den gestrigen Mittwoch hatte die Lufthansa ein verbessertes Angebot zu den modifizierten, arbeitskampffähigen Forderungen der UFO angekündigt. Dieses Angebot ist am frühen Abend auch eingetroffen und ist erwartungsgemäß ein reines Spar- und Forderungspaket und somit nicht verhandelbar.

Allerdings, und das ist die eigentliche Nachricht des Tages, hat die Lufthansa in einem offenen Brief an die Belegschaft "Missverständnisse" im Umgang mit den UFO-seitigen Lösungsansätzen der vergangenen Monate eingeräumt und die UFO um einem letzten Versuch einer "großen Lösung" gebeten.

Der frisch berufene Vorstand, Peter Gerber, der das Personal und Tarifressort erst vor wenigen Wochen übernommen hatte, zog mit diesem letzten Versuch einer Einigung, das Thema an sich und hat es zur Chefsache erklärt.

Die Mitarbeiter der Lufthansa Kabine haben sich in der Zuspitzung der letzten Tage offensichtlich so deutlich, gerade auch gegenüber dem Management geäußert, dass dort offensichtlich die Sorge entstanden ist, über die unmittelbaren Streikfolgen hinaus, die Mitarbeiter in die innere Kündigung zu schicken. Anders ist dieses Umdenken nicht zu deuten.

Der Vorsitzende der UFO, Nicoley Baublies: "Dieses Schreiben hat uns überrascht. Die sogenannte große Lösung, sprich die Verhinderung von Auslagerung, Arbeitsplatzabbau und Leiharbeit, ist für die Kabine von essenzieller Bedeutung.

Nicht nur die Zukunft unserer Arbeitsplätze, auch unsere Altersversorgung ist mit solchen Vorgehensweisen wie sie von Lufthansa angekündigt wurden, massiv gefährdet. Deswegen haben wir in den vergangenen 13 Monaten, bis zur Beendigung der Gespräche letzte Woche, auch an solch einer Lösung gearbeitet und wollen diesen letzten Versuch nicht auslassen."

In Abstimmungsgesprächen des gestrigen Tages wurden die klaren Rahmenbedingungen für einen solchen letzten Versuch geklärt und spät abends letztlich auch von der Lufthansa akzeptiert.

Es wird ein klar terminierter, letzter Versuch sein. Wenn es nicht gelingt, in diesem "Konklave" in den nächsten fünf Tagen, weißen Rauch aufsteigen zu lassen, werden wir ab Dienstag nächster Woche zu konkreten Arbeitskampfmaßnahmen aufrufen.

Wir werden die Presse- und Medienvertreter am Dienstag, den 28.08. um 11 Uhr, in einer Pressekonferenz im FAC - direkt am Frankfurter Flughafen - über die weitere Vorgehensweise informieren. Entweder gibt es dort eine konkrete Entwarnung und von der Einleitung einer zweiten Urabstimmung zur Annahme eines Verhandlungsergebnisses zu berichten, oder die konkrete Information über einen unbefristeten Arbeitskampf, der sicher über das von LH-Konzernvorstandsmitglied Stefan Lauer dieser Tage avisierte Maß hinaus gehen wird.