Mütter kämpfen mit enormen Diskriminierungen

(lifePR) ( Bonn, )
An jedem zweiten Sonntag im Mai  werden Mütter mit Blumen, selbst Gebasteltem und Frühstück ans Bett „verwöhnt“, kurz vorher locken Angebote für Muttertagsgeschenke wie Staubsauger oder Bügeleisen. Der Großteil der Werbung und Rhetorik anlässlich des Muttertags reproduziert das starre und traditionelle Bild der guten Hausfrau und Mutter. Über Geschenke und freie Zeit freuen sich zwar die meisten Menschen, doch das wirkliche Problem der Eltern, und vor allem der Mütter, liegt in struktureller Benachteiligung, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt.

Kinder sind für viele Mütter ein Armutsrisiko
Nach der Geburt des ersten Kindes gehen die Gehälter von Männern und Frauen drastisch auseinander: Frauen haben längere Erwerbspausen, arbeiten häufiger in Teilzeit oder in prekären Arbeitsverhältnissen. Das hat auch Auswirkungen auf die Rentenansprüche, die zwischen Männern und Frauen deutlich auseinanderklaffen. Alleinerziehende – 90% von ihnen sind Frauen – sind einem besonders hohen Armutsrisiko ausgesetzt.

Diskriminierung von Müttern auf dem Arbeitsmarkt
Sind Mütter erwerbstätig, erleben sie vielfältige Diskriminierung – von Ausgrenzung und Versetzung bis hin zu Kündigungen. Frauen stehen unter dem gesellschaftlichen Druck, Kinder zu bekommen. Meist sind sie es, die den Großteil der Elternzeit nehmen, ihre Erwerbsarbeit reduzieren und dadurch berufliche Nachteile erleiden. Die „nebenbei“ geleistete Care-Arbeit wird weder im Berufsalltag berücksichtigt noch gewürdigt. Insbesondere Mütter müssen diese Arbeit, ihre Kinder und den damit verbundenen Organisationsaufwand bei Terminen im Job verstecken, um nicht als unprofessionell zu gelten. Nicht nur in Zeiten von Home-Schooling und Kita-Schließungen stellt dies Frauen vor ein unlösbares Problem. Aber auch Väter, die ihren Anteil an der Sorgearbeit übernehmen wollen, müssen häufig Vorurteile im Betrieb überwinden. 

Die Benachteiligung von Müttern beenden 
Anlässlich des diesjährigen Muttertags fordert UN Women Deutschland ein Ende der Diskriminierungen von Müttern im Berufsleben, bei der Care-Arbeit oder bei Schwangerschaft und Geburt. UN Women fordert die Beseitigung struktureller Benachteiligungen und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit für Mütter und Väter. Mit einer feministischen Aktion ruft UN Women Deutschland dazu auf, einen persönlichen #Muttertagswunsch für eine gerechte Gesellschaft einzufordern. Mehr Informationen zur Aktion und zur strukturellen Benachteiligung von Müttern finden Sie auf unserer Webseite unter https://www.unwomen.de/aktuelles/muttertag-2021.html.
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